Übersicht über die TEI-Architektur

Einführung

Dieses Dokument bietet detaillierte Informationen zu der aktuellen Architektur des M3 Transportation Execution Interface (TEI).

TEI-Funktionalität

Diese Grafik veranschaulicht die komplette TEI-Funktionalität.

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Die M3 TEI-Lösung ist Push-orientiert, d. h. die Informationen werden in M3 erstellt und können vor dem Senden an das externe System verarbeitet, angezeigt und geändert werden. Gemeinsam mit Infor Enterprise Collaborator (IEC) ermöglicht diese Lösung einen flexiblen, Pull-orientierten Informationsfluss von Transportinformationen. Dadurch ist die Integration flexibler, und die aus M3 an ein TEI-System gesendeten Daten werden mit M3 APIs über IEC als Pull übertragen.

Die folgende Liste bietet eine kurze Erklärung der Ereignisse in der M3 TEI-Lösung.

  • Ereignis-Trigger

    Eine Möglichkeit, die Erstellung eines TEI-Transfers auszulösen, ist die Verwendung eines vordefinierten Ereignisses. Wenn dieses Ereignis eintritt, kann das TEI-Transferdokument ausgelöst werden. Beispiele für Ereignisse sind das Ausdrucken einer Rüstliste oder die Entnahme einer Lieferung.

  • Manueller Trigger pro Funktion

    Eine andere Möglichkeit, die Erstellung eines TEI-Transfers auszulösen, ist die Verwendung eines manuellen Triggers, der einigen Funktionen hinzugefügt ist. Durch Auswahl von Option 53 in "Lieferung. Toolbox öffnen" (MWS410) oder "Sendung. Toolbox öffnen" (DRS100) können Sie einen TEI-Transfer mit Lieferungsinformationen erstellen. In "Lieferung. Packstücke verbinden" (MWS423) können Sie mit Option 53 einen TEI-Transfer mit Packstückinformationen auslösen.

  • Manueller Trigger pro ausgewählte Gruppe – MYS510

    Die dritte Möglichkeit, einen TEI-Transfer zu erstellen, ist die manuelle Auswahl in einer Berichtsversion. Das System erstellt dann einen oder mehrere Transfers aus der Auswahl. Bei der Erstellung eines TEI-Transfers für eine ausgehende Transaktion werden Auswahlobjekte der Sendung und der Lieferung verwendet. Für eine eingehende Transaktion werden Auswahlobjekte der Lieferung (VA), des Einkaufsauftrags oder der Einkaufsauftragsposition verwendet.

  • Ereignisbasierte Dokumentkontrolle

    Mit der ereignisbasierten Dokumentkontrolle (EDC) wird ein TEI-Transfer entweder bei einem Systemereignis (z. B. Erhöhung eines Status) oder bei einem manuellen Ereignis (z. B. Verwendung von Option 53 in der Lieferungs-Toolbox) ausgelöst. Die EDC-Funktion basiert auf vordefinierten Ereignissen, die mit einer Auswahltabelle gesteuert werden, um zu ermitteln, wann oder ob ein bestimmtes Dokument ausgedruckt werden soll. Diese Funktion kann für verschiedene Dokumente verwendet werden, eines davon ist das TEI-Transferdokument.

  • TEI-Transferdokument

    Das TEI-Transferdokument ist kein reguläres Dokument, sondern ein Trigger für die Erstellung eines TEI-Transfers. Dieses Dokument enthält nur Basisinfos zu dem Ereignis, das die Erstellung ausgelöst hat, oder Informationen zur Auswahl in einer Berichtsversion. Die Dokumentnummer für das TEI-Transferdokument lautet 915. Nur die Dokumentvariante 00 entspricht dem Standard, es kann jedoch ein beliebiger Wert bis 99 verwendet werden. Es wird empfohlen, für jedes Set mit Ausgabeinformationen eine Kombination aus Dokumentnummer und Dokumentvariante zu verwenden. Beispiel: Beim Senden von Packstückinformationen an ein externes Transportsystem sollte eine Dokumentvariante verwendet werden, während beim Senden von Lieferungsinformationen an ein Transportausführungssystem eine andere Dokumentvariante verwendet werden sollte.

    • Verwalten des TEI-Transfers – MYMNGTEI

      Dies ist das zentrale Programm bei der Verwaltung von TEI-Transfers. Damit werden andere Programme aufgerufen, die bestimmte Aufgaben auslösen. Beispiel: Wenn das Programm MYRTVTOC aufgerufen wird, um einen Ausgabesteuerungsdatensatz zu übernehmen und einen TEI-Transferkopf zu erstellen, wird das Programm MTITHEPI aufgerufen. Wenn ein TEI-Transfer an ein externes System gesendet wird, wird dazu dieses Programm verwendet, das einen MBM-Trigger erstellt und diesen an IEC sendet.

    • TEI-Ausgabesteuerungsdaten übernehmen

      Manche Daten, die einem erstellten TEI-Transfer hinzugefügt werden sollen, sind objektgesteuert. Diese Daten werden aus der MDOCTI-Tabelle übernommen. Das externe Transportsystem, das einen bestimmten TEI-Transfer erhalten soll, ist einer der Parameter, die in dieser Funktion verwaltet werden. Das Programm wird für jeden durch einen Ereignis-Trigger ausgelösten TEI-Transfer gestartet.

    • Verwalten des TEI-Transferkopfes – MTITHEPI

      Wenn ein TEI-Transferkopf geprüft, hinzugefügt oder geändert wird, kommt die Funktion MTITHEPI zum Einsatz. Alle Aktivitäten für einen TEI-Transfer in der MTITHE-Tabelle werden mit dieser Funktion verwaltet.

    • Verwalten der TEI-Transferdetails – MTITDEPI

      So wie mit MTITHEPI TEI-Transferköpfe verwaltet werden, werden mit dieser Funktion TEI-Transferdetails verwaltet. Wenn die Verarbeitung eines TEI-Transferdetails in MTITDE vorgesehen ist, wird dazu die Funktion MTITDEPI verwendet.

    • Mit dem TEI-Transferkopf arbeiten

      Mit dieser Funktion werden bereits erstellte TEI-Transferköpfe verwaltet. TEI-Transferköpfe können geändert, hinzugefügt und manuell an das externe System gesendet werden.

    • Mi TEI-Transferdetails arbeiten

      Mit dieser Funktion werden TEI-Details verwaltet, die bereits erstellt und mit einem Transferkopf verbunden sind. TEI-Details können hinzugefügt, gelöscht oder geändert werden.

    • IEC-Zuordnung

      Wenn der TEI-Transfer an IEC gesendet wurde, wird damit eine vordefinierte Vorlage, ein IEC-Mapping, ausgelöst. Diese Vorlagen werden von verschiedenen APIs genutzt, um Transaktionsinformationen in einer bestimmten Sequenz aus M3 zu übernehmen.

    • XML

      Der Output des IEC-Mappings wird immer im XML-Format erstellt. Wenn das empfangende System XML-Dateien unterstützt, ist keine zusätzliche Verarbeitung der Ausgabedatei erforderlich.

    • Flat File Repository

      Wenn das empfangende System nur ein Flat File-Format unterstützt, kann die XML-Datei konvertiert werden. Dies geschieht mit dem Flat File Repository.

Zuordnung von IEC zu TEI

In der folgenden Grafik sind die Abläufe für Downloads von Transportinformationen aus M3 BE bei Verwendung von IEC und APIs dargestellt. Das Gegenstück von IEC kann entweder ein Transportausführungssystem oder ein externer Partner sein (z. B. ein Kunde, Lieferant oder Spediteur) der B2B-Meldungen (EDI, XML usw.) erhält.

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Die M3 BE-Geschäftslogik und die APIs in der TEI-Schnittstelle entsprechen der Standardfunktionalität, die für normale Routinen bereitgestellt und unterstützt wird. Die Zuordnungen in IEC, die erforderlich sind, um Informationen aus M3 BE mittels Pull zu übernehmen und eine beliebige Ausgabedatei zu erstellen, die an ein Transportausführungssystem gesendet wird, folgen einer anderen Routine. Da es keinen universellen Standard (wie ANSI X12, EDICFACT usw.) gibt, kann Infor keine Standardlieferung für diesen Zweck bereitstellen.

Die von Infor bereitgestellten IEC-Zuordnungsvorlagen erstellen sowohl eine XML-Datei (Unterstützung für Ausgangslogistik) als auch Flat File-Ausgabe (Unterstützung für Eingangslogistik). Die XML-Datei und der Flat File-Ausgabe werden basierend auf dem Transportausführungssystem EDICOM mit dem für die Schnittstelle verwendeten Dateistandard "CEDITRAN" generiert. Jede Implementierung kann diese Vorlage nutzen und sie abhängig vom verwendeten Transportausführungssystem an das eigene Format anpassen. Wenn EDICOM verwendet wird, sind möglicherweise kleinere Änderungen erforderlich, da jede EDICOM-Implementierung einmalig ist.

In IEC können auch B2B-Mappings zur Unterstützung von B2B-Meldungen (EDIFACT, XML, ANSI X.12 usw.) an Spediteure oder Zollbehörden erstellt werden. Diese für jede Implementierung einmaligen Formate und B2B-Meldungen werden nicht von Infor geliefert.

Allgemeine Empfehlungen – Kundenspezifische IEC-Mappings

Jedes kundenspezifische IEC-Mapping muss immer Folgendes umfassen:

  1. Erster API-Aufruf von MYS500MI GetHead basierend auf dem gesendeten MBM-Initiator, der die TEI-Transfer-ID enthält.
  2. API-Aufrufe von MYS500MI ChgHead mit Feld STAT = 15. Aktualisiert die TEI-Transfer-ID in (MYS500) mit dem Status, der angibt, dass das IEC-Mapping gestartet wurde.
  3. API-Aufruf von MYS500MI LstDetail, um die Liste der in (MYS501) erstellten Detaildatensätze zu übernehmen. Die Art der Details hängt vom aktuellen Ereignis- und Detailtyp ab.
  4. Kundenspezifische API-Aufrufe basieren darauf, was als Output des aktuellen IEC-Mappings generiert werden soll. Eine IRD-Vorlagen-Mappinglösung darf nicht ersetzt, sondern muss wiederverwendet werden.
  5. Führen Sie optional einen API-Aufruf von MYS500MI ChgHead mit Feld STAT = 19 aus. Aktualisiert die TEI-Transfer-ID in (MYS500) mit dem Status, der angibt, dass das IEC-Mapping vor dem geplanten Ende mit einem kontrollierten Fehler abgebrochen wurde und keine Ausgabedatei erstellt wurde.
  6. Erster API-Aufruf von MYS500MI ChgHead mit Feld STAT = 20. Aktualisiert die TEI-Transfer-ID in (MYS500) mit dem Status, der angibt, dass das IEC-Mapping erfolgreich abgeschlossen wurde.

Konzeptlog

Zur Unterstützung der Analyse von Ereignis-Triggern können Konzeptlogs in der Serveransicht aktiviert werden. Die Konzeptlogs zeigen die beim auslösenden Ereignis und bei der TEI-Erstellung verwendeten Daten an.

Hinweis

Um den Workload zu minimieren, sollte das Konzeptlog nur während der Analyse aktiviert werden.

Um die Aufzeichnung von Ereignis-Triggern zu aktivieren, aktivieren Sie das Konzept:

mvx.sce.edc.EventTriggering

Um die Aufzeichnung der Erstellung eines TEI-Transfers zu aktivieren, aktivieren Sie das Konzept:

mvx.sce.tei.TransferCreation

Wenn die Konzepte aktiviert sind, werden die Informationen während des Prozesses in das JVM-Log geschrieben.

Konfigurationen in (MYS015)

In (MYS015) kann ein TEI-Partner mit Dokumentnummer 915 und mit einer Dokumentvariante verbunden werden. Es wird empfohlen, für jeden Zweck und für jeden TEI-Partner eine andere Dokumentvariante zu verwenden. Um beispielsweise Packstückinformationen an ein externes System zu senden, sollte eine Dokumentvariante verwendet werden, während eine andere Dokumentvariante zu verwenden ist, wenn Transportinformationen an das externe System gesendet werden sollen.

Konfigurationen in (MWS145)

Es ist möglich, mehrere Sequenznummern in (MWS145) zu verwenden, um ein Dokument mehrmals auszulösen. Diese Funktionalität sollte nicht zum Auslösen des TEI-Transferdokuments verwendet werden, da dies dazu führen könnte, dass mehrere TEI-Transfers mit denselben Details an das externe System gesendet werden. Verwenden Sie das TEI-Transferdokument nach Möglichkeit nur in einer Sequenznummer, oder gehen Sie beim Festlegen von Kontrollobjekten in MWS145 mit größter Sorgfalt vor, um diese Situation zu vermeiden.

Wie bereits erwähnt, können mit dem Ereignis RELEASE_PICK nur Packstückdetails im TEI-Transfer ausgelöst werden. Da diese Ereignis beim Ausdrucken der einzelnen Rüstlistensuffixe ausgelöst wird, ist die Packrückmeldungsmethode = 4 (automatisch beim Ausdruck der Rüstliste) am besten geeignet. Diese Funktionalität hat jedoch eine Einschränkung. Wenn das Rüstlistensuffix 1 ausgedruckt wird und die enthaltenen Rüstlistenpositionen in 2 vollen Packstücken und einem dritten, halb vollen Packstück verpackt sind, wird ein TEI-Transfer mit einem Detaildatensatz pro Packstücknummer erstellt. Wenn das Rüstlistensuffix 2 ausgedruckt wird, besteht die Möglichkeit, das halb volle Packstück aufzufüllen. Dadurch wird ein zweiter TEI-Transfer mit einem Detaildatensatz (das dritte Packstück) erstellt, der bereits in einem TEI-Transfer vorhanden ist. Abhängig vom empfangenden System kann dies zu Problemen führen. Wenn das empfangende System das mehrmalige Senden desselben Detaildatensatzes unterstützt, gibt es keine Probleme. Andernfalls sollte der Parameter "Duplikatdetails erlauben" auf 0 gesetzt werden. Dadurch wird verhindert, dass der Detaildatensatz nicht mit dem TEI-Transfer verbunden ist, wie beim Ausdruck des Rüstlistensuffix 2 oben.

Die Lösung dieses Problems ist, entweder ein anderes automatisches Ereignis, z. B. DELIVERY_ISSUED, oder das manuelle Ereignis MANUAL_PACKAGE zu verwenden. Im zweiten Beispiel kann jedes Packstück einzeln ausgelöst werden, wenn das Packstück vollständig verpackt ist.

Konfigurationen in (MWS275)

Die wichtigste Einstellung in (MWS275) legt fest, dass ein TEI-Partner einen mit dem TEI-Ausgabesteuerungsdatensatz erstellten TEI-Transfer erhalten soll. Für die anderen Felder in (MWS275) im Zusammenhang mit TEI-Aliasnummern sind jedoch einige ausführliche Erläuterungen erforderlich. Jeder erstellte TEI-Transferkopf kann mit einem TEI-Kopfalias verbunden und jedes TEI-Detail mit einem TEI-Detailalias verknüpft werden. Diese Funktionalität ist besonders wichtig, wenn die Detailstufe die Packstücknummer ist und nach den Vorgaben des Empfängers des TEI-Transfers, z. B. eines Spediteurs, jedes Packstück eine eindeutige Nummer haben soll. In diesem Fall sollte der TEI-Detailalias aktiviert werden. Bestehende Aliasmethoden: 0 (kein TEI-Detailalias), 1 (aus Nummernserie) oder 2 (aus User-Exit-Programm). Wenn Methode 2 angewendet wird, muss ein Kundenmodifikationsprogramm entwickelt werden, das die spezifischen Anforderungen dieser Implementierung erfüllt.

Übersicht zu TEI-Transfereinheiten

Die TEI-Domäne orientiert sich an der TEI-Transfer-Einheit, die das Ergebnis einer Download-Anfrage zu transportrelevanten Informationen ist. Jeder TEI-Transfer verfügt über Beziehungen zur Eingangs- oder Ausgangslogistik und den entsprechenden Einheiten.

Verknüpfte Einheiten (z. B. Sendungen, Lieferungen, Lieferpositionen, Packstücke, Einkaufsaufträge und Einkaufsauftragspositionen) werden in M3 basierend auf dem Ablauf des aus- und eingehenden Prozesses erstellt. Die Erstellung der beteiligten Einheiten ist konfigurierbar und weist basierend auf der Flexibilität beim Konfigurieren von M3 Abweichungen auf.

Vom Benutzer ausgewählte ereignisbasierte Dokument-Trigger initiieren automatisch einen TEI-Transfer, wenn ein Ereignis eintritt. Ausgewählte Ereignis-Trigger werden unter Berücksichtigung der normalen Verarbeitungsaktivitäten in M3 ausgewählt. Ein Beispiel eines solchen Triggers ist, wenn eine Sendung abgeschlossen wird und ihr keine weiteren Lieferungen hinzugefügt werden. Ein anderes Beispiel ist, wenn eine Lieferung entnommen und für alle Rüstlisten zu einer Lieferungsnummer die Entnahme rückgemeldet wird. Alternativ können TEI-Transfers auch manuell initiiert werden, sodass benutzerdefinierte Gruppierungen außerhalb der normalen Gruppierungs-IDs verwendet werden können, z. B. Sendungen, Lieferungen und Einkaufsaufträge.

Einheitendiagramm

Im folgenden Einheitendiagramm sind die Verbindung zwischen einem Packstück und einer Lieferposition und die Verbindungen zur Rüstlistenentität teilweise vereinfacht dargestellt.

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Beschreibung der TEI-Transfereinheiten

Einheit

Beschreibung

TEI-Transfer

Eine Download-Anfrage für ein Set von Informationen aus M3, die sich auf TEI beziehen.

Der TEI-Transfer enthält verschiedene Attribute zur Darstellung von Schlüsselinformationen zu jeder Download-Anfrage für Transportinformationen. Diese Attribute sind:

Meldungsrichtung, Richtung, Transfer-ID, Status, Ereignis, Ereignis-Key, Dokumentnummer, Dokumentvariante, Partnerstufe.

Dokumentendefinition

Jede M3-Dokumentnummer und -Dokumentvariante mit dem zur Dokumenterstellung verwendeten Programm.

Die Integration in ein Transportausführungssystem wird mit Dokumentnummer 915 angegeben, wobei verschiedene Dokumentvarianten (00 - 99) verwendet werden können. Mit Dokumentvarianten werden verschiedene Integrationspunkte im Versandprozess aktiviert, abhängig davon, welche Informationen in welcher Prozessphase benötigt werden. Ein Beispiel wäre, Etikettinformationen zu senden, wenn Rüstlisten als Variante 00 freigegeben werden. Wenn später die Lieferung entnommen wird, wird Variante 01 zum Senden weiterer Informationen für alle Transport- und Zolldokumente verwendet.

Ereignis

Verfügbare erkennbare Ereignisse im Lieferkettenausführungsprozess (SCE) und bei der Verarbeitung von Einkaufsaufträgen (PUR). Jedes Ereignis umfasst eine Liste zulässiger Dokumente für das Ereignis. Manche Ereignisse ermöglichen und initiieren einen TEI-Transfer. Die zulässigen Ereignisse finden Sie unter "TEI-Transferereignisse".

Dokument-Trigger

Die Kombination aus erkennbarem Ereignis, Sequenznummer und Objektkombination. Verweist auf eine oder mehrere Dokumentnummern und Dokumentvarianten, die beim Eintritt des Ereignisses für die definierten Objekte ausgelöst werden sollen.

Dokument-Ausgabesteuerung

Umfasst verschiedene Kontrollinformationen zur TEI-Dokumentnummer und -Dokumentvariante.

Kontrollinformationen sind z. B. IDs, Nummernserie, Dokumentnummer und -variante, Transfer- und Packstück-IDs und Transfervarianten.

Sendung

Eine Sendung umfasst mehrere Lieferungen mit denselben Eigenschaften für Abfahrtsdatum/-zeit, Lieferungsmodus, Spediteur, Tour, Transportmittel usw.

Lieferung

Eine Lieferung umfasst mehrere Auftragspositionen mit denselben Eigenschaften für Versender, Empfänger, Abfahrtsdatum/-zeit, Lieferbedingungen, Spediteur, Tour usw.

Lieferposition

Eine bestimmte nach Auftragskategorie eingeteilte Lieferposition (Kundenauftrag, Verteilauftrag, Bezugsauftrag oder Produktionsauftrag). Die Lieferposition gibt Artikelnummer und -mengen an. Sie ist mit einer Auftragsposition verknüpft und deren Ergebnis aus der Auftragserfassungsfunktion für die jeweilige Auftragskategorie.

Rüstliste

Die einzelnen Rüstlisten, die für eine Lieferung erstellt werden. Zum Aufteilen einer Lieferung in mehrere Rüstlisten werden system- und benutzerdefinierte Regeln angewendet. Das Timing von Lagerzugängen und -zuteilungen kann auch zum Aufteilen von Rüstlisten pro Lieferung führen.

Packstück

Jedes physische Packstück, das versendet (KA/VA/BA) oder empfangen (VA) werden soll. Das Packstück enthält Artikel, andere Packstücke oder eine Kombination aus beiden. Umfasst Informationen zu den mit einem Packstück verbundenen physischen Attributen (Gewicht, Volumen usw.).

Packstückgruppe

Eine Gruppe von Packstücken mit denselben Eigenschaften für Verpackung oder Verpackungsgruppe. Mögliche Gruppierungsstufen sind Lieferung, Sendung oder Transfer-ID.

Einkaufsauftrag

Ein bei einem bestimmten Lieferanten getätigter Einkauf.

Einkaufsauftragsposition

Der einzukaufende Artikel und die Menge.

Einkaufsauftragsposition-Transaktion

Die Rückmeldungstransaktionen für eine EA-Position nach Erfassung der Auftragsposition. Ein Beispiel ist eine Wareneingangstransaktion.

TEI-Transferereignisse

Jedes Ereignis kann als das initiierende Ereignis für den TEI-Transfer ausgewählt werden. Mit Ausnahme des manuellen TEI-Transfers werden alle Ereignisse durch einen erhöhten Status der Einheit dargestellt.

Ereignisse für die Ausgangslogistik

Ereignis

Beschreibung

Rüstliste freigegeben

Eine Rüstliste wird entweder manuell oder mittels Zeit-Trigger freigegeben. Das Ergebnis ist eine neue Rüstliste (Lieferungsnummer und Rüstlistensuffix). Je nach Konfiguration kann parallel dazu die Packrückmeldung erfolgen.

Gilt für KA, BA und ausgehende VA.

Sendung abgeschlossen

Die Sendung wurde manuell abgeschlossen, d. h. es können keine weiteren Lieferungen mehr hinzugefügt werden. Etwaige Rückstandsauftragspositionen sind auf eine neue Lieferungsnummer und evtl. eine neue Sendung übertragen worden.

Gilt für KA, BA und ausgehende VA.

Lieferung abgeschlossen

Die Lieferung wurde manuell abgeschlossen, d. h. es können keine weiteren Auftragspositionen mehr hinzugefügt werden. Etwaige Lieferpositionen von Rückstandsaufträgen werden auf eine neue Lieferungsnummer übertragen.

Gilt für KA, BA und ausgehende VA.

Sendung entnommen

Die Lagerentnahme für die Sendung ist erfolgt und das Versanddatum ist vorüber. Das bedeutet, die Lagerentnahme für die mit der Sendung verbundenen Lieferungen ist erfolgt. Das System fügt keine weiteren Lieferungen mehr automatisch hinzu. Etwaige Rückstandsauftragspositionen sind auf eine neue Lieferungsnummer und evtl. eine neue Sendung übertragen worden.

Gilt für KA, BA und ausgehende VA.

Lieferung entnommen

Die Lagerentnahme für die Lieferung ist erfolgt. Das bedeutet, die Entnahmerückmeldung für die gesamte Lieferung ist erfolgt. Etwaige Rückstandsauftragspositionen sind auf eine neue Lieferungsnummer übertragen worden.

Gilt für KA, BA und ausgehende VA.

Sendung fakturiert

Die Sendung ist vollständig fakturiert, d. h. alle damit verknüpften Lieferungen und Lieferpositionen sind fakturiert. Dieses Ereignis tritt beim Rechnungsausdruck im Rahmen der Fakturierungsroutine ein.

Dieses Ereignis ist nur für KA gültig.

Lieferung fakturiert

Die Lieferung ist vollständig fakturiert, d. h. alle damit verknüpften Lieferpositionen sind fakturiert. Dieses Ereignis tritt beim Rechnungsausdruck im Rahmen der Fakturierungsroutine ein.

Dieses Ereignis ist nur für KA gültig.

MANUAL_DEL

Dieses Ereignis wird durch eine manuelle Aktion (Option 53 in "Lieferung. Toolbox öffnen" (MWS410)) und nicht durch eine Statusänderung ausgelöst. Die Auslösung erfolgt pro Lieferung und der Ereignis-Key ist die Lieferungsnummer.

Gilt für KA, BA und ausgehende VA.

MANUAL_SHP

Dieses Ereignis wird durch eine manuelle Aktion (Option 53 in "Sendung. Toolbox öffnen" (DRS100)) und nicht durch eine Statusänderung ausgelöst. Die Auslösung erfolgt pro Sendung und der Ereignis-Key ist die Sendungsnummer.

Gilt für KA, BA und ausgehende VA.

MANUAL_PACKAGE

Dieses Ereignis wird durch eine manuelle Aktion (Option 53 in "Lieferung. Packstücke verbinden" (MWS423)) und nicht durch eine Statusänderung ausgelöst. Die Auslösung erfolgt pro Packstück und der Ereignis-Key ist eine Kombination aus Lieferungsnummer und Packstücknummer.

Gilt für KA, BA und ausgehende VA.

Ereignisse für Eingangslogistik

Ereignis

Beschreibung

Wareneingangs-VA

Die Wareneingangsrückmeldung für die VA ist erfolgt. Die Wareneingangsrückmeldung basiert auf den Lieferinformationen..

Dieses Ereignis tritt ein, wenn die Lieferungsnummer für die vollständige Eingangslieferung rückgemeldet wird.

Dieses Ereignis ist für eingehende VA gültig.

Wareneingangs-EA

Die Wareneingangsrückmeldung für die einzelnen EA-Position ist erfolgt. Die Wareneingangsrückmeldung basiert auf den Lieferinformationen.

Dieses Ereignis tritt bei der Wareneingangsrückmeldung (Rückmeldungsnummer) für einzelne EA-Positionen ein.

Dieses Ereignis ist für EA gültig.

TEI-Berichtsversionen

Die Erstellung eines TEI-Transfers kann nicht nur mit einem Ereignis, sondern auch mit einer Berichtsversion und einer manuellen Auswahl ausgelöst werden. Die Auswahl kann funktionsübergreifend sein, d. h. für einen TEI-Transfer können z. B. Lieferungen ausgewählt werden, die mit verschiedenen Sendungen verbunden sind. Jede Berichtsversion kann mehrfach verwendet werden, der Parameter des Berichtsversionstyps kann nach der Erstellung jedoch nicht mehr geändert werden. Die Berichtsversion kann 1 (Ausgang), 2 (Eingang) oder 3 (Eingangs-VA) lauten.

  • Typ 1 (Ausgang)

    Dieser Berichtsversionstyp sollte verwendet werden, wenn TEI-Transfers mit Ausgangstransaktionen, wie Lieferungen und Sendungen, erstellt werden. Mit Auswahlobjekten aus Lieferungen und Sendungen können Lieferungen in einen TEI-Transfer gruppiert werden. Die Detailstufe des erstellten TEI-Transfers mit einer Berichtsversion vom Typ 1 wird immer pro Lieferungsnummer angegeben.

  • Typ 2 (Eingang)

    Dieser Berichtsversionstyp sollte verwendet werden, wenn TEI-Transfers mit Eingangstransaktionen, wie Einkaufsaufträge, erstellt werden. Mit Auswahlobjekten aus Einkaufsauftragsköpfen und -positionen können Einkaufsauftragspositionen in einen TEI-Transfer gruppiert werden. Die Detailstufe des erstellten TEI-Transfers mit einer Berichtsversion vom Typ 2 wird immer pro Einkaufsauftragsposition angegeben.

  • Typ 3 (Eingangs-VA)

    Dieser Berichtsversionstyp sollte verwendet werden, wenn TEI-Transfers mit eingehenden VA-Transaktionen, wie Lieferungen mit Wareneingang in Kürze, erstellt werden. Mit Auswahlobjekten aus Lieferungen und Sendungen können eingehende VA-Lieferungen in einen TEI-Transfer gruppiert werden. Die Detailstufe des erstellten TEI-Transfers mit einer Berichtsversion vom Typ 3 wird immer pro Lieferungsnummer angegeben.