Analyse- und Reparaturfunktionen für Zählerablesungen

In diesem Dokument wird die Neuberechnungs- und Simulationsfunktionalität von "Modell-/StdOrt-Obj. Op.Historie öffnen" (MOS270), "Serienartikel. Montagehistorie anzeigen" (MOS266) und "Teilanl./Ser.Art. Zählerablesung öffnen" (MMS241) beschrieben, mit der fehlerhafte Zählerablesungen für folgende Elemente korrigiert werden können:

  • Eine Betriebseinheit
  • Installierte Komponenten
  • Montagehistoriedatensätze
  • Demontagehistoriedatensätze
  • Wartungshistoriedatensätze

Fehlerhafte Zählerablesungen können durch verschiedene Maßnahmen und Szenarien verursacht werden, z. B. durch Fehler bei der Angabe von Ablesungen in "Teilanlage. Zählerablesung rückmelden" (MOS160) oder "Betriebslog. Öffnen" (FLS001), bei Systemproblemen oder Stromausfall.

In diesem Dokument wird auch beschrieben, wie Sie in (MOS270) einen neuen Datensatz vor oder zwischen den Datensätzen einfügen, die mithilfe der Standardfunktion für die Zählerrückmeldung erstellt wurden. Diese Funktion kann verwendet werden, wenn ein OEM ein Wartungsschreiben mit einer Maßnahme sendet, die x Stunden ab einem bestimmten Datum beginnen soll. Sie kann auch verwendet werden, wenn eine Zählerablesung für eine Montage oder Demontage erforderlich ist, die während der Leasingperiode eines Fahrzeugs erfolgt ist.

Ergebnis

Fehlerhafte oder verfälschte Zählerablesungen der Betriebseinheit und deren installierter Komponenten werden neu berechnet und aktualisiert.

Wenn die Fehler auch in der Montage-, Demontage- oder der Wartungshistorie aufgetreten sind, werden die Zählerablesungen korrigiert und zusammen mit allen zugehörigen Werten neu berechnet.

Bevor Sie beginnen

Für die Betriebseinheit oder deren installierte Komponenten wurden fehlerhafte oder verfälschte Zählerablesungen gefunden.

Einschränkungen

Auf diese Weise angewendete Zählerablesungskorrekturen wirken sich nicht auf IH-KA- oder Mietzähler-basierte Rechnungen aus. Gegebenenfalls müssen sie manuell korrigiert werden.

Führen Sie folgende Schritte aus, um den neuen Zählerwert zu berechnen

Führen Sie folgende Schritte aus, wenn eine der folgenden Voraussetzungen erfüllt ist:

  • Eine Abweichung ist zwischen "Kumuliert" in "Betriebslog. Öffnen" (FLS001) und "Neuer Zählerwert - nach Transaktion" in "Modell-/StdOrt-Obj. Op.Zyklusablesung öffnen" (MOS271) aufgetreten.
  • In (MOS270) wurde ein Datensatz als fehlerhaft angegeben. In diesem Fall gibt es eine Neuberechnungsfunktion, um die Abweichung zu beheben und die Werte anzugleichen.
  1. Wählen Sie in (MOS270) auf der Stufe der Betriebseinheit F15 = "Neu berechnen" aus, und geben Sie im angezeigten Pop-up-Auswahlfenster Startdatum und Startuhrzeit ein. Hier können Sie angeben, wann die Zählerablesungen korrekt waren. Dies kann von der Vorwoche bis zu mehreren Jahren in der Vergangenheit reichen.

  2. Beschränken Sie die Neuberechnung bei Bedarf auf einen bestimmten Operationszyklustyp, z. B. "F"-Datensätze aus dem Fluglog oder "C"-Datensätze zur Korrektur. Dies ist nützlich, wenn nur bestimmte Typen neu berechnet und die Korrekturen gelöscht oder geleert werden sollen.

  3. Wählen Sie bei Bedarf einen bestimmten Zähler aus. Wenn kein Wert angegeben wird, werden die Zähler aus "Artikel. Öffnen" (MMS001/J) zusammen mit allen auf ihnen basierenden Zählern neu berechnet. Wenn andere Zähler neu berechnet werden sollen, müssen sie einzeln manuell angegeben werden.

  4. Beginnend beim Datensatz vor dem angegebenen Startdatum und der eingegebenen Startuhrzeit werden dann alle rückgemeldeten Zählerwerte in "Modell-/StdOrt-Obj. Op.Zyklusablesung öffnen" (MOS271) zum letzten korrekten neuen Zählerwert hinzugefügt, und jeder spätere Datensatz für "Neuer Zählerwert“ wird in (MOS271) aktualisiert.

  5. Das Ergebnis ist eine korrekte Summe im letzten Datensatz von (MOS271), mit der dann in "Teilanl./Ser.Art. Zählerablesung öffnen" (MMS241) der Wert für "Seit Erneuerung" aktualisiert wird.

Führen Sie folgende Schritte aus, um Zählerablesungen zu simulieren und zu aktualisieren

Führen Sie die folgenden Schritte aus, wenn eine Abweichung zwischen den Zählerwerten in der Datenbank und den korrekten Werten aufgetreten ist. In diesem Fall ist eine Simulation und Aktualisierung der anwendbaren Tabellen in M3 BE erforderlich.

  1. Verwenden Sie in "Serienartikel. Montagehistorie anzeigen" (MOS266) die Sortierfolge 6 und die Funktion F15 = "Werte simulieren".

    Die Sortierfolge enthält Felder aus (MMS241) im Kopf und mehrere Spalten in der Listenansicht, um die Simulationsergebnisse anzuzeigen.

    Bei Verwendung von F15 sucht das System in "Teilanlage. Historie aktualisieren" (MOS290) nach einem Startwert für die Komponente.

    Wird keiner gefunden, wird die Komponente als neu angesehen und der Startwert 0 verwendet.

  2. Diese Aktionen werden dann ausgeführt:

    • Die "Sim"-Spalten werden ab der ersten Installation mit dem Startwert gefüllt.
    • Es wird eine Suche in (MOS271) nach der Betriebseinheit durchgeführt und die folgenden Aktionen werden ausgeführt, wobei alle Installationsdatensätze durchlaufen werden:
      • Die Zählerablesungen zum Datum und zur Uhrzeit der Montage werden zurückgegeben.
      • Die Zählerwerte für die Betriebseinheit zum Datum und zur Uhrzeit der Demontage werden zurückgegeben.
      • Die Dauer für die Betriebseinheit wird berechnet und bei der Montage zum Komponentenwert hinzugefügt, wodurch der Zählerwert bei der Demontage für die Komponente ermittelt wird.
  3. Wenn die simulierten Werte korrekt sind, wählen Sie F17 = Aktualisieren, um in "Serienartikel. Zähler Mont/Demo anzeigen" (MOS267) die Werte bei der Montage und ggf. bei der Demontage zu aktualisieren.

    Wenn die Komponente nicht demontiert wird, d. h. wenn nach der letzten Montage kein Demontagedatensatz existiert, werden in (MMS241) die Felder "Inst. Hauptobj" und "Bei Installati" als letzter Schritt aktualisiert.

Führen Sie folgende Schritte aus, um fehlerhaften Zählerwert für einmalige Zeitrückmeldungstransaktion zu ändern

Beachten Sie, dass abhängig von der verwendeten Rückmeldungsmethode, dem verwendeten Berichtstyp und davon, ob spätere Transaktionen gemeldet werden, mehrere Korrekturoptionen verfügbar sind:

Befolgen Sie die folgenden Schritte, wenn während der normalen Rückmeldung von Zählerablesungen ein fehlerhafter Zählerwert angegeben oder ein Wert verfälscht wurde:

  1. Wenn eine fehlerhafte Zählerablesung rückgemeldet wird, kann entweder die verknüpfte Option 11 = Korrektur in (MOS271) oder die Transaktion CorrMeterRead in MOS160MI verwendet werden, um den fehlerhaften Wert zu aktualisieren. Die Schritte unterscheiden sich dann je nach Berichtstyp:

    1. Wenn der Berichtstyp 0 (neue Summe) verwendet wird, kann das Feld "Neuer Zählerwert" bearbeitet werden. Beachten Sie, dass nur die Datensätze bis zum Datum und zur Uhrzeit der nächsten Rückmeldung aktualisiert werden, da die nächste Rückmeldung möglicherweise korrekt ist.

      Falls zutreffend werden auch alle berechneten Zähler basierend auf dem geänderten Zähler aktualisiert. Zum Beispiel Stunden multipliziert mit 2, wenn Stunden aktualisiert werden.

    2. Wenn für den Zähler der Berichtstyp 1 (letzter Verbrauch) verwendet wird, kann das Feld "Aufgelaufener Zählerwert" bearbeitet werden.

      Der Wert von "Neuer Zählerwert" dieses Datensatzes, alle späteren Datensätze in (MOS270) und (MOS271) sowie der aktuelle Wert für "Seit Erneuerung" für die Betriebseinheit in (MMS241) werden aktualisiert.

      Falls zutreffend werden auch alle berechneten Zähler basierend auf dem geänderten Zähler aktualisiert. Zum Beispiel Stunden multipliziert mit 2, wenn Stunden aktualisiert werden.

    Da unter Umständen Montagen, Demontagen und Wartungen auf Basis der fehlerhaften Zählerablesung durchgeführt werden, wird ein Funktionsprogramm (MOS928) zu deren Korrektur verwendet. Dies aktualisiert (MOS267) für Montagen und Demontagen sowie (MOS180) und (MMS242) für die Wartungshistoriendatensätze der Betriebseinheit und aller betroffenen installierten Komponenten.

Korrigieren eines fehlerhaften Zählerwerts für eine montierte Komponente in (MMS241)

Wenn in (MMS241) für das Feld "Bei Inst. Komp." oder "Bei Inst. BEinh" ein fehlerhafter Zählerwert vorhanden ist, kann dieser mithilfe der verknüpften Option 15 = Korrektur bearbeitet werden.

Für diese Option sollte Sicherheit eingestellt werden.

Die e-Signature-Funktion in M3 BE ist in (MMS241) verfügbar, um Korrekturen nachverfolgen zu können. Die Einrichtung in "e-Signature. Öffnen" (SES410) ist erforderlich. Verwenden Sie F14 = "Daten generieren", um (MMS241) in die Liste zu übernehmen. Aktivieren Sie die e-Signature-Funktion mit Status 20 und definieren Sie, dass sie nur im ersten Bild benötigt wird.

Verwenden Sie die verknüpfte Option 11 = e-Signature-Objekt in "e-Signature-Objekt. Öffnen" (SES411), um festzulegen, welche Felder die e-Signature auslösen sollen.

Verwenden Sie die verknüpfte Option 11 = Unterzeichner in "e-Sign.-Objekt. Unterzeichner verbinden" (SES415), um zu definieren, wer zur Unterschrift für diese Korrektur berechtigt ist.

Bei Aktivierung wird die standardmäßige e-Signature-Funktion für die verknüpfte Option 15 = Korrektur verwendet. Sie müssen die Korrektur signieren. Anschließend werden Historiendatensätze gespeichert.

Hinweis

Mit dieser Funktion werden nur die Informationen in (MMS241) aktualisiert. Es werden keine Historiendatensätze oder andere verknüpfte Datensätze aktualisiert. Die Neugenerierung der Wartungsbedarfsplanung wird jedoch ausgelöst.

Ausnahmenablauf

Bevorzugt wird die Option, mit der fehlerhafte Rückmeldungen sofort in (MOS271) mithilfe der verknüpften Option 11 = Korrektur korrigiert werden. Wenn die Zählerablesungen und die neue Summe fehlerhaft sind, ist es wichtig, dass die Reparaturfunktionen in der korrekten Sequenz verwendet werden.

  1. Wählen Sie in (MOS270) F15 = Neu berechnen aus, und geben Sie Startdatum und Startuhrzeit ein, um anzugeben, wann die Zählerablesungen korrekt waren.

  2. Wählen Sie in (MOS266) F15 = Simulation aus, um die Zählerablesungen für jede Komponente zu simulieren.

  3. Wählen Sie in (MOS266) F17 = "Aktualisieren" aus, um die simulierten Werte für die Aktualisierung der Werte bei Montage und/oder Demontage zu verwenden.

"Freig. zurücksetzen" und "Freigabe" in (MOS180) können dann anhand der korrigierten Zählerwerte ausgeführt werden. (MOS180) und (MMS242) werden dadurch aktualisiert.

Historischen Datensatz in (MOS270) hinzufügen

Manchmal stellt ein OEM Wartungsschreiben aus, in denen festgelegt ist, dass eine bestimmte Arbeit in x Stunden ab einem bestimmten Datum durchgeführt werden soll. Wenn dieses Datum vor dem ersten Datensatz in (MOS270) liegt, kann das System die nächsten fälligen Werte nicht korrekt berechnen.

Eine weitere Verwendung ist, dass ein Fahrzeug bei einem längeren Leasing vorgesehen ist, die Zähler werden jedoch nicht laufend aktualisiert. Wenn zwischen zwei Datensätzen in (MOS270) eine Montage oder Demontage durchgeführt wird, können Sie einen Datensatz für dieses Datum eingeben, um sicherzustellen, dass die Montage- bzw. Demontagetransaktion korrekt ist.

Die API-Transaktion AddHistoryMeter in MOS290MI kann hierfür verwendet werden.

In der Zählerablesetransaktion AddHistoryMeter können Zählerablesungen vor dem ersten vorhandenen Datensatz in (MOS270) hinzugefügt oder zwischen zwei vorhandene Datensätze eingefügt werden. Wenn in (MOS270) keine Datensätze vorhanden sind, wird eine Stoppmeldung mit der Information angezeigt, dass stattdessen die Standard-MOS290MI-Transaktion "Hinzufügen" oder (MOS160)/(FLS001) zu verwenden ist. Der Grund dafür ist, dass die neue Transaktion ausschließlich (MOS270)/(MOS271) aktualisiert. Die aktuellen Zählerablesungen in (MMS241) werden nicht aktualisiert.

Mithilfe von Überprüfungen ist sicherzustellen, dass die hinzugefügten Zählerablesungen für ein bestimmtes Datum/Uhrzeit plausibel sind, d. h. dass der Wert zwischen den Zählerablesungen in der vorangehenden und der nachfolgenden Transaktion in (MOS270)/(MOS271) liegt.

Datensätze, die mit dieser neuen Transaktion hinzugefügt werden, werden im Feld "Geändert durch" in (MOS270)/(MOS271) mit MOS290MI markiert. Dies wird verwendet, um diese Art von Transaktion zu identifizieren, damit die Transaktion DltHistoryMeter ausgeführt werden kann, wenn der Datensatz nicht korrekt angegeben wurde. Dies wird zudem verwendet, um die Möglichkeit der Korrektur über die (MOS271)-Funktion und die MOS160MI-Transaktion KorrigMeterRead zu stoppen.

Bei Verwendung anderer Zählerrückmeldungsfunktionen werden die berechneten Zähler automatisch aktualisiert. Wenn Sie die Transaktion AddHistoryMeter verwenden, müssen Sie die berechneten Zähler manuell aktualisieren.