Zusätzliche Zähler zum Service-Audit hinzufügen

In diesem Dokument wird beschrieben, wie Sie verschiedene Typen zusätzlicher Zähler zu einem Service-Audit hinzufügen.

Folgende Zählertypen sind verfügbar:

  • Konkurrenzzähler
  • Terminabhängige Zähler
  • Zähler mit festem Datum
  • Absolute Zähler

Ergebnis

Verschiedene Zählertypen sind mit dem Service-Audit verbunden und Sie haben definiert, wie die Wartung geplant wird. Weitere Informationen erhalten Sie in den Beschreibungen unter jeder Überschrift in der Liste "Schritt – Aktion".

Die definierten Einstellungen werden zusammen mit den Operationsplänen und der Kalenderzeit zur Berechnung verwendet, wenn verschiedene Wartungen durchgeführt werden.

Informationen zu den zusätzlichen Zählern werden in der Tabelle AOMPGL für Instandhaltungsintervalle gespeichert.

Informationen zu Wartungsdaten werden in der Tabelle MOSEDT gespeichert.

Bevor Sie beginnen

  • Definieren Sie ein Service-Audit in "Service-Audit. Öffnen" (ECS300).
  • Definieren Sie den Zähler in "Zähler. Öffnen" (MMS051)
  • Verknüpfen Sie die Zähler, die für die Wartung verwendet werden sollen, mit dem Produkt oder der Teilanlage in "Artikel. Öffnen" (MMS001/J) und "Artikel. Zählerwerte verbinden" (MMS004).
  • Wenn ein absoluter Zähler mit einem Service-Audit verknüpft werden soll, definieren Sie diesen Zähler in "Zähler. Öffnen" (MMS051) als absoluten Zähler.
  • Wenn ein absoluter Zähler mit einem Service-Audit verknüpft werden soll, definieren Sie die Revision als nicht geplante Wartung.

Führen Sie folgende Schritte aus

Instandhaltungsintervall hinzufügen oder verwalten

  1. Starten Sie "Service-Audit. Öffnen" (ECS300/B).
  2. Markieren Sie das Service-Audit, das hinzugefügt oder verwaltet werden soll, und wählen Sie Option 18 = "Instandhaltungsintervalle" aus, um "Service-Audit. IH-Grenzwerte verb." (ECS311/B) anzuzeigen.
  3. Wählen Sie Bildsequenz E und Sortierfolge 1 aus.
  4. Wählen Sie einen Zähler aus, der mit dem Service-Audit und einem Grenzwert verbunden werden soll (optional). Wählen Sie Neu oder Ändern aus, um Bild E anzuzeigen.

    Der Grenzwert steuert das erste Auftreten der Wartung. Das Intervall ändert sich, sobald der Grenzwert erreicht wurde.

  5. Geben Sie an, ob die Inventurzeit den Grenzwert beeinflusst, und ob der Grenzwert die Lebensdauer für das Instandhaltungsobjekt darstellt.

    Setzen Sie Instandhaltung auf bestehendem Inventar auf 2, um die korrekte Berechnung von Instandhaltungsintervallen jederzeit sicherzustellen.

  6. Geben Sie ein sich wiederholendes Intervall ein, um die Häufigkeit der Wartung zu steuern.
  7. Geben Sie die Operationstoleranz und das wirtschaftliche Toleranzdatum an. Diese Felder sind optional.

    Die Operationstoleranz steuert, wie lange die Wartung hinausgeschoben wird.

    Das wirtschaftliche Toleranzdatum 2 steuert, um welchen Zeitraum die Wartung vorverlegt wird, bevor sie unwirtschaftlich wird.

    In Kombination mit dem Feld "Nächstes Fälligkeitsdatum zurücksetzen" wird auch das wirtschaftliche Toleranzdatum 2 verwendet, um zu steuern, wie frühzeitig eine Wartung ausgeführt wird, ohne die Berechnung des nächsten Fälligkeitsdatums zurückzusetzen.

  8. Aktivieren Sie das Kontrollfeld "Nächstes Fälligkeitsdatum zurücksetzen", um das Startdatum für die nächste Fälligkeitsberechnung zurückzusetzen, wenn die Wartung vor dem wirtschaftlichen Toleranzdatum durchgeführt wird. Dieses Feld ist nur verfügbar, wenn im Wartungskopf der Anpassungscode = 0 ist und die Wartungshistorie freigegeben ist.
  9. Geben Sie einen Prozentsatz für die Stichprobe an. Legen Sie außerdem fest, ob eine Simulation durchgeführt wird. Diese Information ist optional und wird in der Regel nicht verwendet.
  10. Drücken Sie die Eingabetaste, um den Vorgang zu speichern.

Konkurrenzzähler zu Service-Audit hinzufügen

Fügen Sie Konkurrenzzähler hinzu, um die Wartung auszulösen, sobald entweder der erste oder der zweite Zähler den Grenzwert erreicht. Beispiel: Eine normale Autowartung wird bei 15.000 Kilometern oder alle 12 Monate durchgeführt, je nachdem, welche Angabe zuerst erreicht wird..

  1. Starten Sie (ECS300/B).

  2. Markieren Sie das Service-Audit, um Zähler hinzuzufügen, und wählen Sie Option 18 = "Instandhaltungsintervalle" aus, um (ECS311/B) anzuzeigen.

  3. Wählen Sie Bildsequenz E und Sortierfolge 1 aus.

  4. Wählen Sie einen Zähler aus, der mit dem Service-Audit und einem Grenzwert verbunden werden soll (optional). Wählen Sie Neu aus, um Bild E anzuzeigen.

    Der Grenzwert steuert das erste Auftreten der Wartung. Das Intervall ändert sich, sobald der Grenzwert erreicht wurde.

  5. Geben Sie an, ob die Inventurzeit den Grenzwert beeinflusst, und ob der Grenzwert die Lebensdauer für das Instandhaltungsobjekt darstellt.

    Setzen Sie Instandhaltung auf bestehendem Inventar auf 2, um die korrekte Berechnung von Instandhaltungsintervallen jederzeit sicherzustellen.

  6. Geben Sie ein sich wiederholendes Intervall ein, um die Häufigkeit der Wartung zu steuern.

  7. Geben Sie die Operationstoleranz und das wirtschaftliche Toleranzdatum an. Diese Felder sind optional.

    Die Operationstoleranz steuert, wie lange die Wartung hinausgeschoben wird.

    Das wirtschaftliche Toleranzdatum 2 steuert, um welchen Zeitraum die Wartung vorverlegt wird, bevor sie unwirtschaftlich wird.

  8. Geben Sie einen Prozentsatz für die Stichprobe an. Legen Sie außerdem fest, ob eine Simulation durchgeführt wird. Diese Information ist optional und wird in der Regel nicht verwendet.

  9. Drücken Sie die Eingabetaste, um den Vorgang zu speichern.

Terminabhängige Zähler hinzufügen

Verwenden Sie einen terminabhängigen Zähler, wenn die Häufigkeit einer Wartung sich über Zeit ändert. Beispiel: Eine Wartung hat eine Häufigkeit von 50.000 Kilometern für die ersten 200.000 Kilometer und danach eine Häufigkeit von 25.000 Kilometern.

  1. Starten Sie (ECS300/B).

  2. Markieren Sie das Service-Audit, um Zähler hinzuzufügen, und wählen Sie Option 18 = "Instandhaltungsintervalle" aus, um (ECS311/B) anzuzeigen.

  3. Wählen Sie Bildsequenz E und Sortierfolge 1 aus.

  4. Wählen Sie einen Zähler, um das terminabhängige Intervall und einen Grenzwert zu definieren. Wählen Sie Neu aus, um Bild E anzuzeigen.

    Für den gewählten Zähler muss bereits ein Grenzwert angegeben sein.

    Der Grenzwert entspricht dem Zählerwert, bei dem sich das Intervall ändern sollte.

  5. Geben Sie an, ob die Inventurzeit den Grenzwert beeinflusst.

    Setzen Sie die Inventurzeit auf 2, um eine korrekte Berechnung von Wartungsintervallen jederzeit sicherzustellen.

  6. Geben Sie das neue Intervall an.

  7. Geben Sie die Operationstoleranz und das wirtschaftliche Toleranzdatum an. Diese Felder sind optional.

    Die Operationstoleranz steuert, wie lange die Wartung hinausgeschoben wird.

    Das wirtschaftliche Toleranzdatum 2 steuert, um welchen Zeitraum die Wartung vorverlegt wird, bevor sie unwirtschaftlich wird.

  8. Geben Sie einen Prozentsatz für die Stichprobe an. Legen Sie außerdem fest, ob eine Simulation durchgeführt wird. Diese Information ist optional und wird in der Regel nicht verwendet.

  9. Drücken Sie die Eingabetaste, um den Vorgang zu speichern.

Zähler mit festem Datum hinzufügen

Verwenden Sie einen Zähler mit festem Datum, um die Wartung für bestimmte Daten oder Wochentage zu planen. Wenn Sie einen Zähler mit festem Datum definieren, werden alle anderen Zähleroptionen überschrieben.

Wartungsdaten werden manuell oder über automatische Eingabe definiert. Die manuelle Erfassung wird in den Schritten 2 bis 4 beschrieben. Die automatische Erfassung wird in den Schritten 6 bis 12 beschrieben.

  1. Starten Sie (ECS300/B).

  2. Markieren Sie das Service-Audit, um Zähler hinzuzufügen, und wählen Sie Option 29 = "Wartungsdaten" aus, um (ECS311/B) anzuzeigen.

  3. Wählen Sie Bildsequenz E und Sortierfolge 1 aus.

  4. Geben Sie das Startdatum an und wählen Sie Neu aus, um Bild E anzuzeigen.

  5. Drücken Sie die Eingabetaste, um das Wartungsdatum einzugeben und speichern Sie den Vorgang.

  6. Drücken Sie F13, um Bild P anzuzeigen.

  7. Wählen Sie bei wöchentlichen Wartungen die Tage aus, an denen die Wartung eingeplant werden darf. Wählen Sie im Feld "Tagtyp" den Wert 1 aus.

  8. Wählen Sie für monatliche Wartungen im Feld "Tagtyp" den Wert 1 aus, und geben Sie im Feld "Tag" den Tag des Monats an, an dem die Wartung geplant ist.

  9. Wählen Sie für tägliche Wartungen im Feld "Tagtyp" den Wert 2 aus, wenn nur Arbeitstage berücksichtigt werden. Ein Arbeitstag ist ein Tag in "Systemkalender. Öffnen" (CRS900) mit allgemeiner Kapazität. Wenn der Tagtyp 2 ist, werden die festen Wartungstage nicht berücksichtigt.

  10. Drücken Sie die Eingabetaste, um zu Bild B zurückzukehren.
  11. Geben Sie ein Startdatum für die Zählergenerierung an und wählen Sie F14 = "Kalender erstellen".
  12. Geben Sie das Datum an, bis zu dem die Wartungsdaten andauern.
  13. Drücken Sie die Eingabetaste, um den Vorgang zu speichern.

    Das System berechnet alle Wartungsdaten bis zum Enddatum. Das Wiederholungsintervall wird berücksichtigt, sodass z. B. eine Wartung mit einem Intervall von vier Wochen dementsprechend alle vier Wochen am ausgewählten Tag Wartungsdaten erhält.

    Bei täglichen Wartungen mit dem Tagtyp 1 werden nur Tage berücksichtigt, die als feste Wartungstage markiert sind, wenn das Instandhaltungsintervall abgeglichen wird. Andernfalls wird die Wartung am nächsten ausgewählten festen Tag erstellt. Bei täglichen Wartungen mit dem Tagtyp 2 werden nur Arbeitstage berücksichtigt. Dadurch werden Wartungsdaten für Wochenenden und gesetzliche Feiertage vermieden, und das Instandhaltungsintervall zählt keine arbeitsfreien Tage mit. Eine Wartung mit einem Grenzwert von zwei Tagen und Tagtyp 2 wird am Montag, Mittwoch und Freitag einer Woche und einem Donnerstag der nächsten Woche geplant.

Absoluten Zähler hinzufügen

Verwenden Sie einen absoluten Zähler, um eine Wartung nicht nach Zeit sondern basierend auf dem Zustand der Teilanlage oder des Produkts auszulösen. Eine Wartung mit einem absoluten Zähler wird ausgelöst, wenn gemeldete Werte außerhalb definierter Grenzwerte liegen. Beispiel: Eine Wartung für die Überprüfung der Reifen bei einem Bus mit einem Zähler, der die Dicke mit der Wartung verknüpft.

Wenn ein Zählerwert außerhalb der Grenzwerte rückgemeldet wird, wird die Wartung ausgelöst. In diesem Beispiel umfasst die Wartung eine Operation zum Auswechseln von Reifen.

  1. Starten Sie (ECS300/B).

  2. Markieren Sie das Service-Audit, um Zähler hinzuzufügen, und wählen Sie Option 18 = "Instandhaltungsintervalle" aus, um (ECS311/B) anzuzeigen.

    Hinweis: 

    Diese Service-Audit ist nicht geplant. Dieses Service-Audit beschreibt die Maßnahme, die durchgeführt wird, wenn die Qualitätskontrollergebnisse außerhalb der Grenzwerte liegen. In diesem Beispiel umfasst die Wartung eine Operation zum Auswechseln abgenutzter Reifen.

  3. Wählen Sie einen absoluten Zähler, der mit der Teilanlage oder dem Produkt verbunden ist. Geben Sie im Feld "Grenzwert" einen Mindestzählerwert an. Wählen Sie Neu aus, um Bild E anzuzeigen.

    Das Feld "Grenzwert" wird als Feld für den Mindestwert bei absoluten Zählern verwendet. Die Feldüberschrift in Bild E ändert sich auf "Min. Wert".

  4. Geben Sie den maximal zulässigen Wert an. Geben Sie zusätzlich einen Trendwert an, falls zutreffend. Drücken Sie die Eingabetaste, um den Vorgang zu speichern.

    Wenn ein Trendwert angegeben wird, wird die Wartung ausgelöst, wenn der gemeldete Wert (MOS160) größer als dieser Wert ist.