Mahnungsregel erstellen

In diesem Dokument wird das Definieren von Regeln beschrieben, die festlegen, welche Rechnungen in einer Mahnung berücksichtigt werden sollen.

Ergebnis

Es wird eine Mahnkategorie definiert, die beispielsweise die Anzahl der auszustellenden Mahnungen festlegt, bevor die offene Rechnung an Inkasso abgetreten wird, und ob Zinsen und Mahngebühren berechnet werden sollen.

Die Regel kann in "Mahnkategorie. Öffnen" (CRS465) überprüft werden.

Wenn die Mahnkategorie mit jedem Kunden in "Kunde. Öffnen" (CRS610/K) verknüpft und aktiviert ist, wird diese automatisch angewendet, wenn Sie festlegen, dass die Rechnungen im Mahnvorschlag berücksichtigt werden. Sie können die Mahnkategorie auch als zusätzliches Auswahlkriterium bei der Erstellung des Mahnvorschlags in "Mahnung. Öffnen" (ARS150) verwenden.

Die Parameterdatei (CSYTAB) wird aktualisiert.

Bevor Sie beginnen

  • Wenn eine Mahngebühr mithilfe der Mahnkategorie gedruckt werden soll, müssen in "Zahlungsbedingung. Öffnen" (CRS075) Zahlungsbedingungen definiert sein, die die Berechnung des Fälligkeitsdatums steuern.

Einzustellende Parameter

Programm-ID/Bild Feld Dieses Feld zeigt ...
(CRS465/E) Anzahl Mahnungen ... die Anzahl Mahnungen, die ein Zahler erhalten muss, bevor die offene Rechnung an Inkasso abgetreten wird.
(CRS465/E) Anzahl erlaubte Tage Postzustellung ... die Anzahl der Tage nach dem Fälligkeitsdatum für die Postzustellung. Wenn dieser Zeitraum überschritten ist, können Rechnungen in einem Mahnvorschlag oder Verzugszinsvorschlag berücksichtigt werden.
(CRS465/E) Mahnungsintervall

... die Anzahl der zu verstreichenden Tage nach dem letzten Mahnungsdatum, bis erneut eine Mahnung versendet werden kann.

Hinweis: Dies bedeutet, dass die in einer Mahnung bereits berücksichtigten Rechnungen nicht in weitere Mahnungen übernommen werden können, bis die angegebene Anzahl an Tagen verstrichen ist. Das letzte Mahnungsdatum kann für Rechnungen manuell in "Debitoren. Anzeigen" (ARS200) geändert werden, wenn eine neue Mahnung vor Ablauf des aktuellen Mahnungsintervalls erstellt werden muss.

(CRS465/E) Mindestbetrag pro Mahnung

... den Mindestbetrag zur Erstellung einer Mahnung für einen bestimmten Zahler/Kunden.

Liegt der summierte Rechnungsbetrag des Zahlers/Kunden unter diesem Betrag, werden die betreffenden Rechnungen zwar in den Mahnvorschlag aufgenommen, der Zahler/Kunde wird im Vorschlag jedoch mit dem Sperrcode 5 verknüpft. Der Sperrcode muss manuell entfernt werden, damit die jeweiligen Rechnungen in der endgültigen Mahnung aufgeführt werden.

Dieses Feld ist nur für überfällige Rechnungen gültig. Sind die Einstellungen also so definiert, dass nicht überfällige Rechnungen in der Mahnung ebenfalls aufgeführt werden, werden sie bei der Berechnung nicht berücksichtigt.

(CRS465/E) Gruppierungsmethode

... Informationen darüber, wie Datensätze in der Mahnung gruppiert und angezeigt werden.

Gültige Eingaben

0 (leer) = Nicht von der Mahnkategorie gesteuert

1 = Pro Kunde

2 = Pro Zahler

Wenn Eingabe 0 ausgewählt wird, können Sie bei der Erstellung des Mahnvorschlags in (ARS151/F) manuell die Gruppierungsmethode eingeben, die für alle Kunden des jeweiligen Auswahlkriteriums verwendet werden soll. So kann ein Mahnvorschlag leichter erstellt werden, da Sie nicht sicherstellen müssen, dass die als zusätzliches Auswahlkriterium hinzugefügte Mahnkategorie in diesem Bild die gleiche Gruppierungsmethode verwendet.

Zinsberechnung

(CRS465/E) Zinsberechnung

... Informationen darüber, ob für die in einer Mahnung aufgeführten Rechnungen Verzugszinsen berechnet werden.

(CRS465/E) Verzugszins ab Mahnstufe drucken

... Informationen darüber, wann Zinsen in einer Mahnung berücksichtigt werden sollen: Stufe 0 (Zinsen in allen Mahnungen enthalten), Stufe 1 (nach Versenden der ersten Mahnung), Stufe 2 (nach Versenden von zwei Mahnungen) usw.

Die Zinsen werden basierend auf der Zinsregel berechnet, die mit dem Zahler in "Kunde. Öffnen" (CRS610/K) verknüpft ist.

In der Mahnung enthaltene Informationen
(CRS465/E) Auftragsnummer auf Mahnung drucken ... Angaben darüber, ob auf der Mahnung Zusatzinfos aufgeführt werden.
(CRS465/E) Externen Text drucken

... Angaben darüber, ob ein externer Text zur Rechnung in "Kundenrechnung. Ändern" (ARS201/T) auf der Mahnung gedruckt werden soll.

Wenn "Ja" ausgewählt ist, werden die ersten drei Zeilen des für die Rechnung erfassten externen Texts zum Rechnungsdatensatz im Mahnvorschlag und in der endgültigen Mahnung hinzugefügt. Dies wird bei Erstellung des Mahnvorschlags unabhängig von der Auswahl im Feld "Ext./int. Text drucken" vorgenommen.

(CFS465/E) Nicht überfällige Rechnungen drucken

... Informationen darüber, ob offene Posten, die noch nicht überfällig sind, in der Mahnung aufgeführt werden.

Gültige Eingaben

0 = Nein

1 = Ja – Der Gesamtbetrag der nicht überfälligen Rechnungen wird vor Aufführen der überfälligen Rechnungen angegeben.

2 = Ja – Alle nicht überfälligen Rechnungen werden inklusive Gesamtbetrag vor den überfälligen Rechnungen angegeben.

(CRS465/E) Summe pro Mahnstufe drucken

... Informationen darüber, ob auf der Mahnung für jede Mahnstufe eine Zwischensumme ausgedruckt wird.

Wenn "Ja" ausgewählt ist, werden die Rechnungen des jeweiligen Zahlers/Kunden nach Mahnstufe sortiert.

Mahngebühren steuern
(CRS465/E) Mahngebühren

... die Verwaltungsmahngebühr, die auf die Mahnung gedruckt und dem Kunden in Rechnung gestellt wird.

(Die Felder zur Steuerung der Mahngebührenerstellung in der Mahnkategorie wurden ursprünglich aufgrund einer norwegischen Änderung hinzugefügt.)

(CRS465/E) Mindestmahnstufe für Mahngebühren

... die unterste Mahnstufe, für die Mahngebühren in Rechnung gestellt werden.

Beispiel: Wenn die Mahnstufe mit dem Wert 2 definiert ist, werden keine Mahngebühren erhoben, wenn die in der Mahnung berücksichtigten Rechnungen mit einer Mahnstufe unter Stufe 2 verknüpft sind. Für Rechnungen auf Mahnstufe 2 oder höher werden jedoch automatisch Mahngebühren in Rechnung gestellt.

(CRS465/E) Mindestbetrag für Mahngebühren

... das untere Betragslimit zur Erhebung von Mahngebühren.

Wenn der Gesamtbetrag der Mahnung unter diesem Grenzwert liegt, werden dem Kunden keine Mahngebühren in Rechnung gestellt. Wenn der Mahnungsbetrag über dem Wert in diesem Feld liegt, werden Mahngebühren erhoben. Wenn dieses Feld mit dem Wert 0 definiert ist, werden automatisch Mahngebühren erhoben, sofern das Feld "Mahngebühren" aktiviert ist.

(CRS465/E) Transaktionen erstellen

... Informationen darüber, ob für Mahngebühren Hauptbuchtransaktionen generiert werden.

Wenn "Nein" ausgewählt ist, ist unklar, ob der Kunde die Mahngebühren zahlen wird. Für die Gebühren wird kein Rechnungsdatensatz erstellt und somit werden auch keine Transaktionen erstellt. Es wird zwar eine Rechnung ausgedruckt, aber auf der Rechnung (oder dem Giro-Beleg) ist keine erweiterte Rechnungsreferenznummer (Code OCR oder KID) aufgeführt. Stattdessen wird die Mahnungsnummer als Referenz übernommen. Wenn der Kunde die Mahngebühren zahlt, wird der Zahlungseingang in "Zahlungseingang. Erfassen" (ARS110) mit der entsprechenden Buchungsoption verbucht.

Wenn "Ja" ausgewählt ist, wird davon ausgegangen, dass der Kunde die Mahngebühren bezahlt und ein entsprechender Rechnungsdatensatz wird erstellt. Zudem werden basierend auf den Buchungsdefinitionen AR45-100 und AR45-335 die erforderlichen Transaktionen erstellt. Die gültige Belegnummernserie wird über die FAM-Funktion AR45 gesteuert. Die Rechnung wird ausgedruckt und als normale Kundenrechnung weiterverarbeitet.

(CRS465/E) Fälligkeitsdatum drucken

... Informationen darüber, ob das Fälligkeitsdatum für Mahngebühren auf der endgültigen Mahnung ausgedruckt wird.

Dieses Kontrollfeld muss aktiviert sein, wenn "Transaktionen erstellen" ausgewählt wird.

(CRS465/E) Zahlungsbedingungen ... Informationen darüber, wie das Fälligkeitsdatum berechnet wird. (Weitere Informationen dazu finden Sie in "Bevor Sie beginnen".)

Führen Sie folgende Schritte aus

  1. Starten Sie "Mahnkategorie. Öffnen" (CRS465).

  2. Weisen Sie der Regel in Bild B einen dreistelligen alphanumerischen Code oder eine ID zu. Klicken Sie auf "Neu".

  3. Geben Sie in Bild E eine Beschreibung und einen Namen ein.

  4. Geben Sie folgende Grundwerte an: Anzahl Mahnungen (erforderlich), Anzahl erlaubte Tage Postzustellung, Mahnungsintervall (erforderlich), Gruppierungsmethode und Mindestbetrag pro Mahnung.

  5. Geben Sie Werte zur Zinsberechnung an: Zinsberechnung, Zinsen für Zinsstufe, Verzugszins ab Mahnstufe drucken.

  6. Geben Sie Werte an, die steuern, welche Informationen in der Mahnung aufgeführt werden: Auftragsnummer auf Mahnung drucken, Ext. Text drucken und Summe pro Mahnstufe drucken.

  7. Geben Sie Werte zur Steuerung der Mahngebühren ein: Mahngebühren, Mindestmahnstufe für Mahngebühren, Min. Mahngebühren, Transaktionen erstellen, Fälligkeitsdatum drucken und Zahlungsbedingungen (erforderlich, wenn ein Fälligkeitsdatum gedruckt werden soll). Drücken Sie die Eingabetaste.