M3-Handelsstatistik einrichten

In diesem Dokument wird beschrieben, wie die Standardversion von M3 Business Engine für Intrastat- und Extrastat-Berichte sowie für Zusammenfassende Meldungen innerhalb der Europäischen Union (EU) konfiguriert wird. Lokale Modifikationen für einzelne Länder werden nicht beschrieben.

Die Handelsstatistikverwaltung in M3 ist hauptsächlich ein Konfigurationsproblem. Nachdem das System konfiguriert wurde, führt M3 die meisten Aufgaben im Hintergrund aus.

Ergebnis

  • M3 erstellt Intrastat- und Extrastat-Transaktionen automatisch basierend auf Kundenaufträgen (KA), Wartungsaufträgen (WA), Verteilaufträgen (VA) und Einkaufsaufträgen (EA). Die Transaktionen werden in der Tabelle für Handelsstatistiktransaktion (CSYECT) gespeichert und in "Handelsstatistik. Öffnen" (TXS300) angezeigt.
  • Sie können Handelsstatistiken manuell direkt in (TXS300) erstellen. Wenn ein Einkaufsauftrag oder Kundenauftrag fehlt, können Sie Transaktionen über "Lieferantenrechnung. Eingeben" (APS100/F) (Intrastat-Wareneingangstransaktionen), "Lieferantenrechnung. Eingeben" (ARS100/F) (Intrastat-Versandtransaktionen) und "Manuelle Rechnung. Eingeben" (ARS120) (Intrastat-Versandtransaktionen) erstellen.
  • Die Firma behält die zentrale Kontrolle über alle Berichtsaktivitäten.

Verwenden Sie diese Einstellungen, wenn Sie eine der folgenden Aufgaben erledigen möchten:

  • In "Handelsstatistik. Transaktionen anz." (TXS300) können Sie Transaktionen überprüfen, anpassen und manuell erstellen.
  • Erstellen Sie Intrastat- und Extrastat-Berichte in "Handelsstatistik. Drucken" (CRS600).
  • Erstellen Sie elektronische Zusammenfassende Meldungen basierend auf USt-Transaktionen und USt-generierenden Transaktionen in "Zusammenfass. Meldung. Vorschlag öffnen" (TXS130).

Bevor Sie beginnen

Sie müssen die Dokumente unter "Siehe auch" lesen.

Lokalen Anforderungen für die Berichterstellung analysieren

Informieren Sie sich beim Statistischen Amt Ihres Landes über die Anforderungen an die Berichterstellung für Handelsstatistiken in Ihrem Land. Klären Sie, ob es lokale Modifikationen für die Handelsstatistiklösung in Ihrem Land gibt. Da die meisten EU-Mitgliedsstaaten unterschiedliche Anforderungen haben, werden die lokalen Modifikationen üblicherweise für jedes Land einzeln vorgenommen. Einige in diesem Dokument beschriebene Aufgaben im Konfigurationsablauf können nur auf bestimmte lokale Modifikationen angewendet werden.

Lesen Sie die folgenden Informationen zu jeder Aufgabe durch, um herauszufinden, welche für Ihre Situation relevant sind, und suchen Sie die zu verwendenden Codes und Komponenten heraus.

Konfiguration der Division

  1. Handelsstatistik aktivieren

    Aufgabe

    Aktivieren Sie die Erstellung von Handelsstatistiktransaktionen in den folgenden drei Programmen:

    1. "Firma. Division verbinden" (MNS100/G). Aktivieren Sie für die entsprechenden Divisionen das Kontrollfeld "Handelsstatistik (TST)", um Intrastat-, Extrastat- und EU-Verkaufstransaktionen zu erstellen. Bei der Auftragserfassung werden dann die Felder zur Handelsstatistik angezeigt. Dieses Kontrollfeld muss auch für die zentrale (Blank-)Division aktiviert werden, da der Lieferlagerort festlegt, ob Intrastat-, Extrastat- oder EU-Verkaufstransaktionen erstellt werden. Bei der Kundenauftragserfassung ist jedoch nicht bekannt, aus welchem Lagerort bzw. welchen Lagerorten die Lieferung erfolgen wird.

    2. "Ländercode. Öffnen" (CRS045). Wählen Sie für jedes EU-Mitgliedsland im Feld "Erstellen INTRASTAT oder EXTRASTAT" Eingabe 1 (Intrastat). Wenn die Firma auch Extrastat-berichtspflichtig ist, muss für die jeweiligen Länder außerhalb der EU in diesem Feld Eingabe 2 (Extrastat) ausgewählt werden.

    3. "Settings – Handelsstatistik" (CRS726/E). Aktivieren Sie für die entsprechende Division das Kontrollfeld "INTRASTAT erstellen", um Intrastat- und EU-Verkaufstransaktionen zu generieren.

    Verwendung Die Tabelle CSYECT wird bei Auftragserfassung automatisch mit Intrastat- und Extrastat-Transaktionen aktualisiert.
    Gilt für: Intrastat, Extrastat
  2. Aktualisierung für KA-Fakturierung aktivieren

    Aufgabe Es wird empfohlen, während der Fakturierung in "Settings - KA-Fakturierung" (CRS722/E) für eine direkte Aktualisierung von Intrastat sowohl das Kontrollfeld "Batch" als auch "Autom" zu aktivieren.
    Grund Wenn diese Kontrollfelder nicht aktiviert sind, werden die Intrastat- und Extrastat-Transaktionen bei der Kundenauftragsfakturierung nicht automatisch erstellt. Dann müssen diese mit "Intrastat. Kundenaufträge verarbeiten" (TXS330) erstellt werden.
    Gilt für: Intrastat, Extrastat
  3. EU-Ländercodes erfassen

    Aufgabe Registrieren Sie für jedes EU-Mitgliedsland den entsprechenden dreistelligen Ländercode, der in Handelsstatistikberichten verwendet werden soll. Die Registrierung wird in zwei Schritten vorgenommen: Registrieren Sie zunächst den Code in "Handelsstatistikcode. Öffnen" (CRS047). Wählen Sie dann in "Ländercode. Öffnen" (CRS045) den entsprechenden Code für jeden EU-Mitgliedsstaat zusammen mit dem internationalen ISO-Ländercode aus.
    Grund Für die Handelsstatistikberichterstellung sind die von der EU festgelegten Ländercodes erforderlich.
    Verwendung

    Der Ländercode wird für jede Intrastat- und Extrastat-Transaktion in (TXS300/E) angezeigt. Ländercodes werden auf die Berichte gedruckt, die in "Handelsstatistik. Drucken" (CRS600) erstellt werden. Damit können bei lokalen Modifikationen die Länder in den Übermittlungsberichten definiert werden. Der Ländercode wird auch als obligatorische Information in der Zahlungsdatei vermerkt, wenn Sie Zahlungen ausländischer Lieferanten an die Deutsche Bundesbank melden.

    Der ISO-Ländercode wird automatisch als Präfix zur USt-Identifikationsnummer hinzugefügt. (Beachten Sie, dass der ISO-Code für Griechenland "GR" ist, das USt-Identifikationspräfix jedoch "EL".)

    Gilt für: Intrastat, Extrastat, EU-Verkäufe
  4. Lieferdatum konfigurieren

    Aufgabe Definieren Sie den "USt-Datumstyp" in "Settings - Hauptbuch" (CRS750).
    Grund

    In einigen Ländern müssen Intrastat-Meldungen basierend auf dem Lieferdatum gesendet werden.

    Sollte ein Lieferdatum im Kundenauftrag, Wartungsauftrag, Verteilauftrag oder Einkaufsauftrag nicht verfügbar sein, muss es basierend auf den Einstellungen des Parameters "USt-Datumstyp" in (CRS750) systematisch abrufbar sein.

    Verwendung

    1. Wenn das Lieferdatum auf KA-, WA-, VA- oder EA-Ebene nicht verfügbar ist, wird es anhand folgender Regel übernommen:

    • Wenn der Parameter "USt-Datumstyp" in Bild (CRS750/F) auf 1 oder 3 gesetzt ist, wird das Buchungsdatum verwendet.
    • Wenn der Parameter "USt-Datumstyp" in Bild (CRS750/F) auf 2 oder 4 gesetzt ist, wird das Rechnungsdatum verwendet.

    2. Wenn in "Handelsstatistik. Öffnen" (TXS300) ein neuer Datensatz manuell eingegeben oder ein vorhandener Datensatz bearbeitet wird und der Parameter "USt-Datumstyp" in Bild (CRS750/F) auf 3 oder 4 gesetzt ist, wird in der Fehlermeldung angezeigt, dass die Eingabe des Lieferdatums erforderlich ist. Dadurch wird sichergestellt, dass alle Transaktionen berücksichtigt werden, wenn die Auswahlen in "Handelsstatistik. Drucken" (CRS600) getroffen werden. Das Lieferdatum erscheint nicht auf dem Bericht und ist nur erforderlich, um sicherzustellen, dass der Bericht in der Auswahl zum Drucken enthalten ist.

    Gilt für: Intrastat
  5. Nummernserien für Steuermeldungsnummer definieren

    Aufgabe Definieren Sie folgende Nummernserien in "Nummernserie. Öffnen" (CRS165): TX/0 (Steuermeldungsnummer) und 64/C (ZM-Nummer).
    Grund Die Steuermeldungsnummer ist eine firmeninterne Nummer, die für das Unterscheiden von Handelsstatistikberichten verwendet wird.
    Verwendung

    Die Nummernserie TX/0 ordnet Intrastat- und Extrastat-Berichten, die in "Handelsstatistik. Drucken" (CRS600) erstellt wurden, eine Nummer zu, wenn das Kontrollfeld "Transaktion aktualisieren" aktiviert ist. Sie können auch einen früher erstellten Bericht erneut drucken, indem Sie die Steuerdeklarationsnummer dieses Berichts erneut in das Programm eingeben.

    Die Nummernserie 64/C listet Zusammenfassende Meldungen auf, die in "Zusammenfass. Meldung. Vorschlag öffnen" (TXS130) erstellt wurden.

    Hinweis Wenn das Kontrollfeld "Transaktion aktualisieren" aktiviert ist, wird die Steuermeldungsnummer stets Intrastat- und Extrastat-Berichten zugewiesen, auch wenn der Bericht keine Transaktionen enthält. Dadurch entsteht eine Lücke bei den Nummernserien. Da die Nummer jedoch zur internen Identifikation dient, werden dadurch keine Probleme verursacht.
    Gilt für: Intrastat, Extrastat, EU-Verkäufe
  6. Extrastat-Identifikationsnummer eingeben

    Aufgabe Geben Sie in "Firma. Division verbinden" (MNS100/G) für die Division die firmeneigene Extrastat-Registrierungsnummer an.
    Grund Die Registrierungsnummer wird von lokalen Behörden festgelegt und muss auf Extrastat-Berichten vorhanden sein.
    Verwendung Die Registrierungsnummer ist in (TXS300) standardmäßig automatisch auf Extrastat-Transaktionen – Transaktionstypen 3 und 4 – festgelegt. Diese Nummer wird von Infor Enterprise Collaborator bei der Erstellung von Extrastat-Berichten in "Handelsstatistik. Drucken" (CRS600) verwendet.
    Gilt für: Extrastat
  7. Arbeitscodes registrieren

    Aufgabe Registrieren Sie die verschiedenen Transaktionstypen, die in "EU-Arbeitscode. Öffnen" (CRS320) mit den Arbeitscodes in der Handelsstatistik gemeldet werden. Wenn keine Arbeitscodes erforderlich sind, registrieren Sie einen Arbeitscode mit einer leeren ID.
    Grund Arbeitscodes werden in Frankreich in Kombination mit Geschäftstransaktionstypen verwendet, um Transaktionen zu identifizieren. Die Arbeitscodes werden durch die staatlichen Steuerbehörden festgelegt und geben die Art der Transaktion an. 3 wird beispielsweise für Warenlieferungen ohne finanziellen Gewinn und 11 für definitive Verkäufe oder Einkäufe verwendet.
    Verwendung

    Für jeden Kunden in den EU-Mitgliedsstaaten wird in "Kunde. Öffnen" (CRS610/G) ein Arbeitscode ausgewählt. Wenn keine Arbeitscodes erforderlich sind, kann das Feld "Arbeitscode" in diesem Bild mit F13 ausgeblendet werden.

    Der Arbeitscode des Kunden kann beim Erstellen eines Kundenauftrags auf Basis eines bestimmten Kundenauftragstyps gemäß "Auftragstyp. Feldauswahl aktualisieren" (OIS014/J) automatisch vorgeschlagen werden.

    Gilt für: Intrastat
  8. Geschäftstransaktionstypen erfassen

    Aufgabe Registrieren Sie mit den Geschäftstransaktionstypen in "Trans-Typ – Handelsstatistik. Öffnen" (CRS240) die verschiedenen Typen von Intrastat- und Extrastat-Transaktionen, die für Ihr Land gelten. Geschäftstransaktionstypen (in M3 "Geschäftstypen") werden in "Trans-Typ – Handelsstatistik. Öffnen" (CRS240) registriert. Erstellen Sie keinen Datensatz mit leerer ID.
    Grund

    Geschäftsvorgangstypen sind obligatorisch und werden durch die staatlichen Steuer- und Zollbehörden festgelegt. Diese Typen können pro Jahr unterschiedlich sein. Geschäftstransaktionstypen, die in Ihrem Land möglicherweise verwendet werden, sind beispielsweise Finanzierungsleasing, Eingang von nicht gutgeschriebenen Waren, Retouren und kostenlos.

    In Frankreich werden Arbeitscodes in Kombination mit Geschäftstransaktionstypen verwendet. Der Geschäftstransaktionstyp bezeichnet dann die "Art" der Transaktion.

    Verwendung

    Die Geschäftstypen in M3 werden nicht nur als zusätzliche Codes zur Identifizierung des Transaktionstyps verwendet, sondern geben auch an, ob Handelsstatistiktransaktionen für den Geschäftstyp erstellt wurden: Wenn Waren in das Lager eingehen (für Einkaufsaufträge, Verteilaufträge, Instandhaltungsaufträge und Kundenretouren), Waren aus dem Lager versendet werden (für Kundenlieferungen und Lieferaufträge) oder beide Fälle eintreten, werden keine Handelsstatistiktransaktionen erstellt.

    Wenn Sie Handelsstatistiktransaktionen in (TXS300) entweder direkt oder über "Lieferantenrechnung. Eingeben" (APS100/F) oder "Kundenrechnung. Eingeben" (ARS100/F) manuell erstellen oder anpassen, legt jeder Geschäftsvorgangstyp zudem fest, welche Werte optional oder obligatorisch sind oder für folgenden Geschäftstransaktionstyp nicht eingegeben werden sollen: Verbrauchscode, Ländercode gemäß ISO-Standard, Steuerwert, Statistikwert, Nettogewicht, Mengenzuschlag, Arbeitscode, Lieferbedingungen, Liefermethode, Region/Bundesland, Ursprungsland, USt-Identifikationsnummer des Kunden oder Zulassungsland. (Das Zulassungsland ist das Land des Transportunternehmens und wird nur bei lokalen Modifikationen verwendet. Der Code des Zulassungslands muss einer der in CRS047 registrierten EU-Ländercodes sein.)

    Hinweis

    Wenn Sie einen neuen Kundenauftragstyp erstellen, ist der Geschäftstyp standardmäßig festgelegt. Dies ist gemäß den Bestimmungen der lokalen Behörden möglicherweise eine ungültige Einstellung für das Feld.

    Gilt für: Intrastat, Extrastat
  9. Konvertierung von Geschäftsvorgangstypen definieren

    Aufgabe Definieren Sie den Geschäftstyp und Arbeitscode, die in "Handelsstatistiktyp. Umwandeln" (TXS015) als Ersatz für die Kombinationen aus Land, Transaktionstyp, Berichtsland, Geschäftstransaktionstyp und Arbeitscode dienen sollen.
    Grund Da Geschäftstransaktionstypen nicht in allen Ländern gleich sind, müssen sie von Land zu Land angepasst werden, wenn eine Firma einen Handelsstatistikbericht an eine andere Statistikbehörde als die lokale Behörde liefern muss. (D. h., wenn die Firma über eine USt-Identifikationsnummer in einem anderen EU-Mitgliedsland verfügt.)
    Verwendung Die Konvertierungstabelle wird zusammen mit Fiskalvertretungen verwendet. In M3 stellen Fiskalvertretungen USt-Identifikationsnummern in einem anderen EU-Mitgliedsland dar. Fiskalvertretungen werden in "Fiskalvertretung. Öffnen" (TXS030) definiert. Der für jeden Auftragstyp als Standardwert definierte Geschäftstransaktionstyp (für Kundenaufträge, Einkaufsaufträge und Projektaufträge) wird automatisch konvertiert, wenn eine Transaktion für ein anderes Land erstellt wird, sofern eine hundertprozentige Übereinstimmung in (TXS015) vorhanden ist.
    Gilt für: Intrastat, Extrastat
  10. Frachtanpassungsfaktoren definieren

    Aufgabe Definieren Sie in "Frachtkorrekturfaktor. Öffnen" (TXS305) Koeffizienten für die Anpassung von statistischen Werten aufgrund von Frachtkosten für eine Kombination aus Versandland, Zielland und Lieferbedingungen.
    Grund In Ländern wie Italien, Frankreich, Belgien und Deutschland ist es zulässig, die Frachtkosten vom Lieferlagerort bis zur Grenze in den Statistikwert mit einzubeziehen. Da die Frachtkosten insbesondere bei Drittparteien für jeden Auftrag nur schwer zu berechnen und zu melden wären, ist ein Frachtanpassungsfaktor zulässig.
    Verwendung Der Koeffizient wird automatisch zur Berechnung des statistischen Werts basierend auf dem Steuerwert angewendet. Der Statistikwert und der Steuerwert, die ohne Koeffizient identisch sind, werden in Intrastat-Berichten in verschiedenen Spalten gedruckt, basierend auf den Berichtslayouts 21, 22, 31 und 32 in "Handelsstatistik. Drucken" (CRS600).
    Gilt für: Intrastat, Extrastat
  11. Absendeort und Empfangsort registrieren

    Aufgabe Registrieren Sie den Namen des Absendeorts in "Versender Lagerplatz. Öffnen" (CRS068) und den Namen des Empfangsorts in "Empfänger Lagerplatz. Öffnen" (CRS069). Auch wenn keine Standortcodes erforderlich sind, muss in diesen beiden Programmen ein Datensatz mit einem leeren Feld (Dummy-Eintrag) erstellt werden.
    Grund Je nach Land muss möglicherweise angegeben werden, woher und wohin elektronische Handelsstatistikberichte gesendet wurden.
    Verwendung In (CRS726/E) müssen ein Absendeort und ein Empfangsort ausgewählt werden. Der Absendeort wird in (TXS300) dann automatisch als Standard für alle Versandtransaktionen (Transaktionstyp 2) und der Empfangsort auf alle Wareneingangstransaktion (Transaktionstyp 1) festgelegt.
    Gilt für: Intrastat, Extrastat
  12. Häfen und Flughäfen erfassen

    Aufgabe Je nach EU-Handelsart müssen Sie in "Hafen/Flughafen. Öffnen" (CRS073) die Namen der Häfen und Flughäfen registrieren, die verwendet werden können.
    Grund Diese Informationen werden von Infor Enterprise Collaborator zur Erstellung von Berichten für Belgien verwendet und sind erforderlich, wenn die exportierte bzw. importierte Ware beim Überschreiten der Grenze kein Zollbüro passiert.
    Verwendung Ein Hafen oder Flughafen kann für Kunden und Lieferanten ausgewählt werden. Dieser wird als Standard festgelegt und auf Kundenaufträgen, Verteilaufträgen, Einkaufsaufträgen und Wartungsaufträgen vorgeschlagen. Der Name des Hafens oder Flughafens wird dann automatisch zur Intrastat-Transaktion in (TXS300) hinzugefügt, sofern die Liefermethode in "Liefermethode. Öffnen" (CRS070) als Seefracht oder Luftfracht angegeben ist.
    Gilt für: Intrastat, Extrastat
  13. Firmenspezifische Felder definieren

    Aufgabe Definieren Sie gegebenenfalls bis zu fünf firmenspezifische Felder, eins für jedes der folgenden Programme: (CRS350), (CRS355), (CRS360), (CRS365) und (CRS370).
    Grund Die Felder unterstützen lokale Modifikationen von Berichten, die mit Infor Enterprise Collaborator erstellt wurden.
    Verwendung In M3 gibt es standardmäßig keine integrierte Funktion. Diese Felder können automatisch mit den Werten gefüllt werden, die für alle freien Felder von Einkaufsaufträgen (Tabelle MPLINE, Felder IBECF1–IBECF5) eingegeben wurden. Dafür ist jedoch eine lokale Modifikation erforderlich.
    Gilt für: Intrastat, Extrastat
  14. Wechselkurse für den Zoll registrieren

    Aufgabe Registrieren Sie den Wechselkurstyp und die Wechselkurse, die zum Konvertieren von Werten in die Landeswährung bei der Berichterstellung für Intrastat und Extrastat in "Wechselkurstyp. Öffnen" (CRS056) und den entsprechenden Unterprogrammen verwendet werden sollen.
    Grund In vielen Ländern müssen Intrastat- und Extrastat-Transaktionen mit einem Wechselkurs angegeben werden, der durch die Zollbehörde festgelegt ist und der von dem Wechselkurs abweicht, der im Hauptbuch der Firma verwendet wird.
    Verwendung

    Wählen Sie den Wechselkurstyp in "Settings – Handelsstatistik" (CRS726). Dadurch wird der Wechselkurs für diesen Wechselkurstyp automatisch angewendet. Der Wechselkurstyp wird zum Abrufen des Steuerwerts in der Tabelle CSYECT verwendet.

    Der Wechselkurstyp wird nicht für EU-Verkaufstransaktionen verwendet, da diese mit der Umsatzsteuer abgestimmt sind.

    Gilt für: Intrastat, Extrastat
  15. Wählen Sie aus, ob EU-Verkaufstransaktionen für Skontobeträge erstellt werden sollen

    Aufgabe Aktivieren Sie in "Settings - Hauptbuch" (CRS750/F) das Kontrollfeld "Skonto für EU-Verkauf", damit Skontobeträge als separate Positionen in der Zusammenfassenden Meldung aufgeführt werden.
    Grund Gemäß International Financial Reporting Standards (IFRS) muss in den meisten Ländern die Auswirkung von Skontobeträgen auf EU-Verkäufe gemeldet werden.
    Verwendung Bei der Verarbeitung von Kundenzahlungen werden separate Transaktionen automatisch für Skonti auf EU-Verkäufe in (TXS300) erstellt. Diese Transaktionen können von anderen EU-Verkaufstransaktionen nicht unterschieden werden.
    Hinweis Diese Aufgabe ist nicht relevant, wenn die Firma zur Erstellung elektronischer Zusammenfassender Meldungen "Zusammenfass. Meldung. Vorschlag öffnen" (TXS130) statt "Handelsstatistik. Drucken" (CRS600) verwendet.
    Gilt für: EU-Verkäufe
  16. Grundeinstellungen pro Division definieren

    Aufgabe Konfigurieren Sie die Grundeinstellungen in "Settings – Handelsstatistik" (CRS726) gemäßGrundeinstellungen der Handelsstatistik pro Division definieren.
    Grund

    (CRS726) steuert hauptsächlich Folgendes:

    – ob Handelsstatistiktransaktionen erstellt werden (vgl. Aufgabe 2 weiter oben)

    – Wechselkurse für Intrastat- und Extrastat-Rückmeldung, die durch die Zollbehörde festgelegt wurden

    – welche standardmäßigen Geschäftsvorgänge für Verteilaufträge zu verwenden sind

    – ob Handelsstatistiktransaktionen auf Warenbewegungen, externen Rechnungen oder internen Rechnungen basieren

    Verwendung

    In (CRS726) ausgewählte Wechselkurstypen werden automatisch zur Berechnung des Steuerwerts und Statistikwerts für alle Intrastat- und Extrastat-Transaktionen verwendet, wie in Bild (TXS300/F) angezeigt und auf den in (CRS600) erstellten Intrastat- und Extrastat-Berichten gedruckt.

    Die ausgewählten Geschäftstransaktionstypen werden automatisch als Standard für die Intrastat- und Extrastat-Transaktionen auf Grundlage der Verteilaufträge verwendet.

    Die Einstellungen in Bild G legen fest, welche Intrastat- und EU-Verkaufstransaktionen in verschiedenen Szenarios erstellt werden. Dies hängt davon ab, ob die Transaktionen auf einer Rechnung oder auf einer Warenbewegung basieren.

    Gilt für: Intrastat, Extrastat, EU-Verkäufe

Konfiguration von Artikeln

  1. Verbrauchscodes registrieren

    Aufgabe Registrieren Sie die erforderlichen Verbrauchscodes in "EU-Konsumcode. Öffnen" (CRS330). Wenn keine Verbrauchscodes erforderlich sind, registrieren Sie einen Datensatz mit einem leeren Code.
    Grund Verbrauchscodes, die anzeigen, wie das Produkt verwendet werden soll, sind nicht in allen Ländern erforderlich. Derzeit werden Verbrauchscodes in Infor Enterprise Collaborator nur zur Erstellung von Berichten in einigen lokalen Modifikationen verwendet. Verbrauchscodes können auch zur Definition von Bonus- und Provisionsverträgen verwendet werden, um Artikel zu identifizieren, die im Vertrag berücksichtigt werden sollen.
    Verwendung

    Verbrauchscodes werden hauptsächlich zur Unterstützung von lokalen Modifikationen einbezogen. Für jeden Geschäftstyp wird festgelegt, ob ein Verbrauchscode für Handelsstatistiktransaktionen erforderlich ist.

    Verbrauchscodes für Artikel können in "Artikel. Öffnen" (MMS001/F) ausgewählt werden. Für jede Kombination von Artikel und Standort muss in "Artikel. Standort verbinden" (MMS003/F) ein Verbrauchscode eingegeben werden. Deswegen muss in (CRS330) ein Datensatz mit einer leeren ID erstellt werden. Der Verbrauchscode wird dann für Handelsstatistiktransaktionen für Exporte und Importe von (MMS003) automatisch als Standard festgelegt.

    Gilt für: Intrastat, Extrastat
  2. Besondere Maßeinheiten registrieren

    Aufgabe Registrieren Sie in "Artikel. Alternative ME verbinden" (MMS015) eine Besondere Maßeinheit mit einem Umrechnungsfaktor basierend auf dem Nettogewicht für jeden relevanten Artikel. Der Besonderen Maßeinheit muss Typ 3 zugeordnet sein.
    Grund Die Warenmenge wird üblicherweise mit Nettogewicht in Kilogramm angegeben. Die Kombinierte Nomenklatur, ein bei allen Zollbehörden erhältliches offizielles EU-Dokument, schreibt jedoch möglicherweise vor, dass für bestimmte Warencodes Besondere Maßeinheiten erforderlich sind. Für Kleidungsstücke sind beispielsweise die Anzahl der Einheiten zusätzlich zum Nettogewicht erforderlich.
    Verwendung

    Wenn in M3 der Mengenwert für eine Intrastat-Transaktion berechnet wird, wird in (MMS015) für den Artikel zuerst nach einem Typ-3-Eintrag gesucht. Wenn dort kein Umrechnungsfaktor gefunden werden konnte, sucht M3 in "Zollstatistiknummer. Öffnen" (CRS128) für jeden Warencode einen Umrechnungsfaktor. M3 multipliziert den Umrechnungsfaktor mit dem Nettogewicht, nicht mit der Grundmaßeinheit des Artikels. Wenn kein Umrechnungsfaktor gefunden werden konnte, wird als Mengenwert automatisch das Nettogewicht verwendet.

    Hinweis

    Für Artikel mit variablem Gewicht verwendet M3 ohne weitere Berechnungen das effektive variable Gewicht, das eingegeben und in Rechnung gestellt wurde.

    Gilt für: Intrastat, Extrastat
  3. Warencodes registrieren

    Aufgabe

    Registrieren Sie in "Zollstatistiknummer. Öffnen" (CRS128) die offiziellen Warencodes mit Zollstatistiknummern. Es wird empfohlen, für Nicht-Intrastat-Artikel den Datensatz "Nicht anwendbar" zu erstellen, sowie den Datensatz "FEHLER" oder "********" für Artikel, für die noch kein Code definiert worden ist. Erstellen Sie keine leeren Datensätze.

    Jeder M3-Datensatz steht für einen spezifischen Warencode und definiert darüber hinaus folgende Werte:

    • Intrastat erstellen: Wenn dieses Kontrollfeld deaktiviert wird, verhindert dies, dass Transaktionen für einen bestimmten Warencode Intrastat-Transaktionen generieren. Es wird empfohlen, dieses Kontrollfeld stets zu aktivieren.
    • Besondere Maßeinheit (ME): Dieses Feld gibt eine Besondere Maßeinheit an, die für bestimmte Warencodes möglicherweise erforderlich ist.
    • Umrechnungsfaktor: Wenn für den Artikel keine alternative Maßeinheit ausgewählt ist, wird der Umrechnungsfaktor zur Berechnung des Werts im Feld für Intrastat-Transaktionen verwendet, das die zu verzollende Menge angibt. Die Menge (angegeben in der ausgewählten Maßeinheit) wird durch Multiplikation des Umrechnungsfaktors mit dem Nettogewicht (nicht mit der Basismaßeinheit des Artikels) berechnet.
    • Dienstleistung: In diesem Feld wird angegeben, ob der Warencode für die Intrastat-Meldung für Dienstleistungen verwendet wird. Wenn dieses Feld aktiviert ist und auch das Feld "Dienstleistungen melden" in (CRS726), wird die Intrastat-Transaktion mit Berichtstyp 20 oder 21 aktualisiert, sodass die Intrastat-Meldungen für Dienstleistungen separat in (CRS600) erstellt werden können.
    Grund

    Ein Warencode ist ein in den EU-Ländern anerkannter Standardcode zur Beschreibung der Art eines Artikels. Die Codes werden in M3 als "Zollstatistiknummer" bezeichnet und sind in der Kombinierten Nomenklatur definiert. Die ersten acht Stellen des Warencodes werden zur Intrastat- und Extrastat-Berichterstellung verwendet. Die Codes sind logisch angeordnet: der Code für Zwiebeln ist beispielsweise 07031011, für Schalotten 07031090 und für Knoblauch 07032000.

    Manche Waren müssen in manchen EU-Mitgliedsländern nicht den Zollbehörden gemeldet werden, besitzen aber trotzdem einen Warencode. In einigen Ländern wird ein Warencode auch dazu verwendet, die Art einer Dienstleistung zu beschreiben.

    Verwendung

    Für jede Kombination aus Artikel und Standort wird in "Artikel. Standort verbinden" (MMS003/E) ein Warencode ausgewählt. Weitere Informationen dazu finden Sie in der folgenden Beschreibung. Weitere Informationen über die Verwendung des Umrechnungsfaktors für Besondere Maßeinheiten finden Sie oben.

    Der Warencode wird in (TXS300) für Intrastat- und Extrastat-Transaktionen angezeigt. Wenn ein Warencode fehlt, wird für die Transaktion in Bild (TXS300/B) der Wert "*Fehler" angezeigt und auch auf den Berichten gedruckt.

    Gilt für: Intrastat, Extrastat
  4. Warencodes für Artikel zuweisen

    Aufgabe Wählen Sie in "Artikel. Standort verbinden" (MMS003/E) mit einer Zollstatistiknummer einen Warencode für jede Kombination aus Artikel und Standort aus, die für die Intrastat-Berichterstellung möglicherweise relevant sein kann. Stimmen Sie sich außerdem mit Ihren Lieferanten ab, um sicherzustellen, dass Sie den gleichen Warencode verwenden.
    Grund Bei der Intrastat-Berichterstellung werden Waren durch die offiziellen Warencodes klassifiziert, die in der Kombinierten Nomenklatur definiert sind. Die Waren werden in M3 durch die Zollstatistiknummer repräsentiert. Für jeden Produkttyp gibt es einen eigenen Code. Einer der wichtigsten Punkte bei der Einrichtung von Intrastat ist die Suche des richtigen Warencodes für Ihre Waren. Die Zollbehörden stellen mit Stichproben sicher, dass Lieferanten und Kunden für die gleichen Waren die gleichen Codes verwenden.
    Verwendung Wenn Sie einen Einkaufsauftrag, Kundenauftrag, Verteilauftrag oder Wartungsauftrag erstellen, wird die Zollstatistiknummer für den Artikel vorgeschlagen.
    Gilt für: Intrastat, Extrastat

Lieferungen konfigurieren

  1. Extrastat-Lieferbedingungen erfassen

    Aufgabe Wenn die Firma Extrastat-Transaktionen melden muss, müssen Sie in "EXTRASTAT Lieferbedingung. Öffnen" (CRS067) die Codes registrieren, die für die Darstellung der Extrastat-Lieferbedingungen verwendet werden sollen.
    Grund Für Extrastat-Transaktionen sind möglicherweise Standardcodes (IDs) für Lieferbedingungen erforderlich. Um Lieferbedingungen mit einem anderen Code mit dem Extrastat-System zu verknüpfen, wählen Sie in Bild (CRS065/E) den Lieferbedingungscode aus, der den Extrastat-Lieferbedingungen am nächsten ist.
    Verwendung Sie können in "Lieferbedingung. Öffnen" (CRS065) einen Code für Extrastat-Lieferbedingungen auswählen. Der Code wird dann für die Extrastat-Transaktionen angezeigt, die basierend auf diesen Lieferbedingungen in Bild (TXS300/F) erstellt wurden.
    Gilt für: Extrastat
  2. Liefermethoden konfigurieren

    Aufgabe Geben Sie in "Liefermethode. Öffnen" (CRS070) für jede zutreffende Liefermethode den Code der Intrastat-Transportmethode an. Wählen Sie für Extrastat außerdem aus, ob die Ware bei der Überquerung der Grenze auf Paletten verladen wird, indem Sie das Kontrollfeld "Gebinde verwend" aktivieren bzw. deaktivieren.
    Grund

    In Deutschland sind Standardcodes für Liefermethoden mindestens für die Zuordnung von Berichten in Infor Enterprise Collaborator erforderlich.

    In Intrastat verwendete Standardcodes zur Festlegung, wie Waren die Grenzen zwischen EU-Mitgliedsländern physisch überqueren, sind beispielsweise 1 (Seefracht) und 2 (Bahnfracht).

    Um Liefermethoden mit anderen Codes in M3 mit dem Intrastat-System zu verknüpfen, geben Sie in Bild (CRS065/E) den Intrastat-Transporttyp für die Liefermethode an, auch wenn der Code der Liefermethode und der Code der Intrastat-Transportmethode identisch sind.

    Verwendung

    Sie wählen bei Auftragserstellung eine Liefermethode. Die Transportart ist dann in der Handelsstatistiktransaktion enthalten. Die Liefermethode kann für Kundenaufträge automatisch aus "Kunde. Öffnen" (CRS610/G) oder aus der Lieferadresse des Kundenauftragskopfs gemäß "Auftragstyp. Feldauswahl aktualisieren" (OIS014/F) abgerufen werden.

    Der im Kontrollfeld "Gebinde verwend" ausgewählte Wert wird für Extrastat-Versandtransaktionen als Standard festgelegt und in (TXS300) angezeigt.

    In allen Geschäftstransaktionstypen wird festgelegt, ob die Liefermethode bei Auftragserfassung ein obligatorischer Parameter ist.

    Gilt für: Intrastat
  3. Lieferbedingungen konfigurieren

    Aufgabe Registrieren Sie gegebenenfalls in "Lieferbedingung. Öffnen" (CRS065/E) den standardmäßigen Intrastat-Lieferbedingungscode für die entsprechende Lieferbedingungs-ID. Wenn kein geeigneter Code verfügbar ist, wählen Sie als Intrastat-Lieferbedingungscode "XXX". Wählen Sie für Extrastat einen entsprechenden Code, der zuvor in (CRS067) registriert wurde.
    Grund

    In Deutschland sind Standardcodes für Intrastat- und Extrastat-Lieferbedingungen obligatorisch, um die Eigentümer der Waren identifizieren zu können und um Koeffizienten zur Anpassung von statistischen Werten korrekt anzuwenden.

    Im Folgenden finden Sie Beispiele solcher Codes für Intrastat, die möglicherweise nicht mit den von Incoterm empfohlenen Lieferbedingungen übereinstimmen: CIF (Kosten, Versicherung, Fracht), DDU (Geliefert unverzollt), DDP (Geliefert verzollt), EXW (Ab Werk), FOB (Frei an Bord) und XXX (Sonstiges). Um die Incoterm-Lieferbedingungen mit einem anderen Code mit dem Handelsstatistik-System zu verknüpfen, müssen Sie in Bild (CRS065/E) den Lieferbedingungscode auswählen, der den Intrastat-Lieferbedingungen am nächsten ist.

    Verwendung Der Code für die Intrastat-/Extrastat-Liefermethode wird von der Liefermethode als Standard für die Intrastat-/Extrastat-Transaktion übernommen.
    Gilt für: Intrastat, Extrastat

Kunden und Lieferanten konfigurieren

  1. Kunden konfigurieren

    Aufgabe

    Konfigurieren Sie in "Kunde. Öffnen" (CRS610) alle externen und internen Kunden in einem EU-Mitgliedsland.

    - Geben Sie in Bild (CRS610/J) und für jede Lieferadresse in "Kunde. Adressen verbinden" (OIS002/F) eine USt-Identifikationsnummer ein. Auf (OIS002/F) kann über Bild (CRS610/B) zugegriffen werden.

    - Geben Sie in Bild (CRS610/E) und für jede Lieferadresse (nur bei externen Kunden) einen Ländercode an.

    - Geben Sie einen Arbeitscode für den entsprechenden Kunden an, wenn von der Firma (CRS610) so konfiguriert wurde, dass in Bild (CRS610/G) das Feld für den Arbeitscode angezeigt wird. Wenn keine Arbeitscodes erforderlich sind, wählen Sie einen Arbeitscode mit einer leeren ID aus.

    Wiederholen Sie den Vorgang für interne Kunden.

    Grund Die USt-Identifikationsnummer des Kunden muss auf den Intrastat- oder Extrastat-Versandberichten und auf der Zusammenfassenden Meldung aufgedruckt sein. M3 muss mithilfe der Ländercodes erkennen können, wann für den Außenhandel Handelsstatistiktransaktion erstellt werden müssen.
    Verwendung

    M3 verwendet den Ländercode des Kunden und der Adresse in Kombination mit dem Ländercode des Lagerorts, um festzustellen, welche Einstellungen in Bild (CRS726/G) für die Erstellung von Handelsstatistiktransaktionen angewendet werden.

    Unter Aufgabe 7 finden Sie eine Beschreibung, wie der Arbeitscode angewendet wird ("Registrieren von Arbeitscodes").

    Gilt für: Intrastat, Extrastat, EU-Verkäufe
  2. Lieferanten konfigurieren

    Aufgabe

    Konfigurieren Sie alle Lieferanten in einem EU-Mitgliedsstaat.

    - Geben Sie in "Lieferant. Einkauf & Finanzen def." (CRS624/F) eine USt-Identifikationsnummer ein.

    - Geben Sie in "Lieferant. Öffnen" (CRS620/E) einen Ländercode an.

    Grund

    Die USt-Identifikationsnummer des Lieferanten muss auf den Intrastat-, Extrastat- und EU-Verkaufsberichten für Wareneingänge aufgedruckt sein.

    Der Ländercode gibt an, ob Handelsstatistiktransaktionen für Einkäufe erstellt werden.

    Verwendung

    M3 verwendet den Ländercode des Lieferanten und der Adresse in Kombination mit dem Ländercode des Lagerorts, um festzustellen, welche Einstellungen in Bild (CRS726/G) für die Erstellung von Handelsstatistiktransaktionen angewendet werden.

    M3 ruft die USt-Identifikationsnummer des Lieferanten aus (CRS620) und (CRS622) ab, wenn Intrastat- bzw. Extrastat-Transaktionen basierend auf der Rechnungserstellung für Einkaufsaufträge erstellt werden.

    Gilt für: Intrastat, Extrastat

Auftragstypen konfigurieren

Die folgenden Aufgaben beziehen sich auf die Aktualisierung von Kundenauftragstypen, Einkaufsauftragstypen und Wartungsauftragstypen.

Der standardmäßige Geschäftstransaktionstyp für Verteilaufträge, der für Versand bzw. Wareneingang gilt, wird in "Settings - Handelsstatistik" (CRS726/E) ausgewählt. Im gleichen Bild wird der standardmäßige Geschäftstransaktionstyp für Kundenretouren ausgewählt.

  1. Anzeige von Feldern für Kundenauftragstypen konfigurieren

    Aufgabe

    Definieren Sie, welche der folgenden Felder angezeigt werden sollen und wie diese für die Kundenauftragstypen in "Auftragstyp. Feldauswahl aktualisieren" (OIS014) gefüllt werden sollen.

    – Bild F: Kontrollfeld "Dreiecksgeschäft", das in "Kundenauftrag. Öffnen" (OIS100) angezeigt wird. Das Kontrollfeld wird normalerweise in (OIS100) angezeigt und manuell ausgewählt. Wird ausschließlich für Zusammenfassende Meldungen verwendet, bei denen Dreiecksgeschäfte separat gemeldet werden.

    – Bild G: Feld "Handelsstatistiktyp" im Kundenauftragskopf. Standardmäßig muss der Wert manuell angegeben werden.

    – Bild J: Feld "Arbeitscode" in den Kundenauftragspositionen. Standardmäßig muss der Wert aus dem aktuellen Kunden in "Kunde. Öffnen" (CRS610/G) abgerufen werden.

    – Bild K: Feld "Zollverfahren – Export" Standardmäßig muss der Wert aus der Kombination von Artikel und Standort in (MMS003/F) abgerufen werden.

    – Bild K: Das Feld "Ursprungsland". Standardmäßig muss der Wert aus der Kombination von Artikel und Standort in (MMS003) abgerufen werden.

    Grund Die Auswahl dieser Werte im Auftragstyp hilft bei der Auftragserfassung.
    Verwendung Die Einstellungen in (OIS014) legen im Feld "Dreiecksgeschäft" fest, welcher Wert im Kundenauftragskopf in "Kundenauftrag. Öffnen" (OIS100/F) standardmäßig vorgeschlagen wird. Die anderen drei Felder werden standardmäßig für jede Kundenauftragsposition in "Kundenauftrag. Position öffnen" (OIS101/F) vorgeschlagen.
    Gilt für: Intrastat, Extrastat, EU-Verkäufe
  2. Einkaufsauftragstypen konfigurieren

    Aufgabe

    Definieren Sie folgende Werte für den betreffenden Einkaufsauftragstyp in "Einkaufsauftragstyp. Öffnen" (PPS095/I):

    – Anzuwendender Arbeitscode (Parameter 390)

    – Geschäftstransaktionstyp (Parameter 400).

    Grund Die Auswahl dieser Werte im Auftragstyp hilft bei der Auftragserfassung.
    Verwendung Geschäftstransaktionstyp und Arbeitscode werden für die Einkaufsauftragspositionen in "Einkaufsauftrag. Positionen öffnen" (PPS201/F) auf Basis des konfigurierten Einkaufsauftragstyps vorgeschlagen.
    Gilt für: Intrastat, Extrastat
  3. Wartungsauftragstypen konfigurieren

    Aufgabe Verbinden Sie einen Geschäftstransaktionstyp und gegebenenfalls einen Arbeitscode mit den entsprechenden Wartungsauftragstypen aus "Wartungsauftragstyp. Öffnen" (SOS010/G).
    Grund Die Auswahl dieser Werte im Auftragstyp hilft bei der Auftragserfassung.
    Verwendung Arbeitscode und Geschäftstransaktionstyp werden für den Wartungsauftragskopf in "Wartungsauftrag. Öffnen" (SOS100/F) sowie für alle Auftragspositionen in "Wartungsauftrag. Positionen öffnen" (SOS120/E) vorgeschlagen.
    Gilt für: Intrastat, Extrastat

Zollwerte definieren

Ob folgende Aufgaben erforderlich sind, ist durch lokale Vorschriften festgelegt.

  1. Zollverfahrenscodes registrieren

    Aufgabe Registrieren Sie die offiziellen Zollverfahrenscodes in "Zollverfahren. Öffnen für Export" (CRS048) und "Zollverfahren. Öffnen für Import" (CRS049).
    Grund Zollverfahrenscodes (CPC) werden in manchen Märkten für Exporte (Versand) und Importe (Eingänge) verwendet, um die Art der Warenbewegungen anzugeben, z. B. wenn Waren als Stichproben oder für den Kommissionsverkauf verwendet werden.
    Verwendung

    Infor Enterprise Collaborator verwendet die Zollverfahrenscodes für mindestens einen marktspezifischen Bericht.

    Der Zollverfahrenscode für Exporte wird eingegeben, wenn Sie Intrastat-Versandtransaktionen in (TXS300) manuell erstellen bzw. anpassen. Zollverfahrenscodes für Importe werden eingegeben, wenn Sie Intrastat-Wareneingangstransaktionen im gleichen Programm erstellen bzw. anpassen.

    Der Code für Exporte wird standardmäßig auf die Kundenauftragsposition des Kundenauftragstyps festgelegt oder auf"Artikel. Standort verbinden" (MMS003/F), wie in "Auftragstyp. Feldauswahl aktualisieren" (OIS014/K) definiert. Bei Importen wird der Code stets aus (MMS003/F) abgerufen und in Einkaufsauftragspositionen vorgeschlagen.

    Gilt für: Intrastat, Extrastat
  2. Zollbehörden registrieren

    Aufgabe Registrieren Sie die Namen der für Ihren EU-Handel zuständigen Zollbüros in "Zollbüro. Öffnen" (CRS081). Wenn keine Zollbüros erforderlich sind, registrieren Sie einen Datensatz mit einem leeren Code.
    Grund Zollbüros können registriert werden, um die Erstellung von marktspezifischen Berichten gegebenenfalls zu erleichtern.
    Verwendung In der Standardversion von M3 ist die Zollbüro-Funktion nicht verfügbar.
    Gilt für: Intrastat, Extrastat
  3. Codes für Zollpräferenzen registrieren

    Aufgabe Registrieren Sie die offiziellen Präferenzcodes der Behörden für alle erforderlichen Kombinationen aus Land und Artikel in "EXTRASTAT-Präferenz. Zuordnen zu Artikel" (CRS243).
    Grund Präferenzcodes sind nicht in allen EU-Mitgliedsländern erforderlich und werden nur noch zur Unterstützung bei der Erstellung von marktspezifischen Berichten verwendet, sofern diese nötig sind. Die tatsächlich zu verwendenden Präferenzcodes werden durch die lokalen Behörden zugewiesen.
    Verwendung Der Präferenzcode des Artikels wird nur von Einkaufsauftragstransaktionen übernommen. Der Code wird automatisch aus der Verknüpfung des Lieferantenlandes mit einer Artikelnummer in (CRS243) abgerufen. Dieser Code kann für alle Transaktionen in (TXS300/G) geändert werden.
    Gilt für: Intrastat, Extrastat