Ausgleich
Der Gesamtbestand in einem Lager kann von der Summe der Bestandsverfolgungseinheiten für das Lager abweichen. In diesem Szenario müssen Sie den Bestand an den Bestand in den Bestandsverfolgungseinheiten angleichen.
Sie können das Programm Bestandsverfolgung - Ausgleichsläufe (tcitu4130m000) verwenden, um die Differenz für den Bestand auszugleichen. Sie können den mit der Bestandsverfolgungseinheit verbundenen Ausgleichslauf mehrfach ausführen, um die mit dem Ausgleichslauf verbundenen Ausgleichsaufträge zu erstellen oder zu aktualisieren.
Ausgleichsauftrag
Der Ausgleichsauftrag zeigt die fehlende Übereinstimmung von Bestand im Paket Lagerwirtschaft und Bestand in den Bestandsverfolgungseinheiten an. In diesem Szenario wird ein Ausgleichsauftrag für die Bestandsverfolgung mit Hilfe des Programms Bestandsverfolgung - Ausgleichsaufträge (tcitu4100m100) generiert.
Zum Ausgleich führen Sie die folgenden Schritte aus:
- Erstellen Sie bei positiven Abweichungen, wenn also der tatsächliche Bestand die Bestandssumme der Bestandsverfolgungseinheiten übersteigt, im Programm Wareneingänge für Ausgleich (tcitu2110m600) einen oder mehrere Bestandsverfolgungs-WEs.
- Erstellen Sie im Falle einer negativen Abweichung, wenn also der tatsächliche Bestand die Bestandssumme der Bestandsverfolgungseinheiten unterschreitet, mit dem Programm Verbräuche für Ausgleich (tcitu3110m600) einen oder mehrere Bestandsverfolgungsverbräuche.
Ladeeinheiten
Beim Ausgleich prüft LN, ob Ladeeinheiten aus dem Bestand im Paket Lagerwirtschaft ebenfalls im Bestand der Bestandsverfolgung vorhanden sind, und führt die folgenden Aktionen durch:
- Wenn eine Ladeeinheit vorhanden ist, werden die Daten der Ladeeinheit beibehalten.
- Wenn eine Ladeeinheit im Bestand des Pakets Lagerwirtschaft, nicht jedoch im Bestand der Bestandsverfolgung vorhanden ist, und es in der Bestandsverfolgung keinen verbundenen Datensatz ohne Ladeeinheit gibt, wird die Ladeeinheit zum Bestandsverfolgungsbestand hinzugefügt.
- Wenn eine Ladeeinheit in der Bestandsverfolgung nicht vorhanden ist, es jedoch im Bestand der Bestandsverfolgung einen entsprechenden Eintrag ohne Ladeeinheit gibt, wird die Ladeeinheit entfernt. Dies dient der Darstellung von Änderungen, die möglicherweise bei der Einlagerung vorgenommen wurden, z. B. neu packen.
Während des Aktivierungsprozesses wird Schritt 2 für fast alle vorhandenen Bestände ausgeführt, da in der Bestandsverfolgung noch keine Daten vorhanden sind.
Einige Bestandspunkte mit Ladeeinheiten können in der Bestandsverfolgung vorhanden sein, wenn der Schritt "" ausgeführt wurde und Einlagerungsaufträge hinterher verarbeitet wurden.
Für diese Bestandspunkte wird Aktion 1 ausgeführt, wenn während der Einlagerung kein erneutes Packen erfolgte, oder Schritt 3, wenn die Ladeeinheit während der Einlagerung geändert wurde.
Ausgleich für Sperrbestand
Für den Sperrbestand wird ein Ausgleich vorgenommen, um fehlerhafte, auf den Sperrbestand bezogene Bestandsverfolgungsdaten zu korrigieren.
Wenn Sie einen Ausgleich für den Sperrbestand vornehmen, wird für jede Sperrbestands-ID, deren Sperrbestandsmenge in der Bestandsverfolgungseinheit von der Sperrbestandsmenge im Paket Lagerwirtschaft abweicht, ein Ausgleichsauftrag erstellt.
Der Ausgleichsauftrag zeigt die Sperrbestands-ID und die Disposition an.
Wenn der Sperrbestand der Bestandsverfolgungseinheit den Bestand in der Lagerwirtschaft überschreitet, werden Verbräuche erstellt, um den Überbestand zu entnehmen. Umgekehrt werden, wenn der Sperrbestand in der Bestandsverfolgungseinheit geringer ist als der Sperrbestand in der Lagerwirtschaft, Bestandsverfolgungs-Wareneingänge erstellt, um den Sperrbestand in der Bestandsverfolgungseinheit zu erhöhen.
Zur einfachen Referenz: Die Wareneingänge und die Verbräuche zeigen den Ursprungsauftrag der Sperrbestands-ID und die ID des Ausgleichsauftrags, für die sie erstellt wurden.
So erfolgt der Ausgleich des Sperrbestands
Sperrbestands-IDs, für die keine Bestandsverfolgungs-Wareneingangsdaten vorhanden sind, werden beim Ausgleich des Sperrbestands übersprungen. Für diese Datensätze werden Bestandsverfolgungsdaten angelegt, wenn der Schritt "" während der Aktivierung ausgeführt wird. Weitere Informationen dazu finden Sie unter Aktivierung für Ursprungsland.
Differenzen zwischen den Dispositionsmengen in der Lagerwirtschaft und der Bestandverfolgung können nicht immer automatisch ausgeglichen werden.
In solchen Fällen wird pro Sperrbestands-ID die Summe der Dispositionsmengen in der Bestandsverfolgung von der Summe der Dispositionsmengen im Paket Lagerwirtschaft abgezogen.
Das Ergebnis dieser Summe wird der Disposition mit dem Status Erwartet Disposition hinzugefügt. Wenn kein Dispositionsdatensatz der Art Erwartet Disposition vorhanden ist, wird ein solcher Datensatz erstellt.
Ein Beispiel für diesen Vorgang finden Sie in der folgenden Tabelle.
| Sperrbestands-ID | Disposition | Menge in der Lagerwirtschaft | Menge in der Bestandsverfolgung | WH - ITU |
|---|---|---|---|---|
| QUA000001 | Im Istzustand verwendet | 10 | 5 | 5 |
| QUA000001 | Kein Fehler gefunden | 20 | 10 | 10 |
WH – ITU ist die Differenz zwischen der gesamten Dispositionsmenge der Sperrbestands-ID in der Lagerwirtschaft und der Menge in der Bestandsverfolgung.
Die Differenzen beider Dispositionen werden addiert: 5 +10 = 15. Im nächsten Schritt wird eine Disposition mit dem Status Erwartet Disposition mit der Dispositionsmenge 15 erstellt.