Ablauf der Auswahl des Bestandsverfolgungsverbrauchs

Ein Verbrauch für eine Bestandsverfolgungseinheit wird zum Verbrauch des Bestands von Bestandsverfolgungseinheiten verwendet, die während des Auslagerungsprozesses ausgewählt wurden/werden. Die Bestandsverfolgungseinheiten werden automatisch oder manuell für den Verbrauch ausgewählt.

Wenn die Kriterien für die automatische Auswahl der Bestandsverfolgungseinheiten erfüllt sind, werden die Bestandsverfolgungseinheiten beim Generieren eines Auslagerungsvorschlags automatisch ausgewählt, und für die ausgewählten Bestandsverfolgungseinheiten werden Verbräuche erstellt.

Automatische Auswahl

Wenn genau eine Bestandsverfolgungseinheit mit ausreichend verfügbarem Bestand vorhanden ist, wird diese Bestandsverfolgungseinheit automatisch ausgewählt. Wenn mehrere Bestandsverfolgungseinheiten vorhanden sind, für die eine physische Rückverfolgbarkeit nicht erforderlich ist, werden diese Bestandsverfolgungseinheiten auf Basis des FIFO-(first-in-first-out-)Verfahrens verbraucht.

Die physische Rückverfolgbarkeit wird über den Parameter Physische Rückverfolgbarkeit erforderlich im Programm Parameter Bestandsverfolgung (tcitu0100m100) gesteuert.

Manuelle Auswahl der Bestandsverfolgungseinheiten

Wenn die Bestandsverfolgungseinheiten nicht automatisch ausgewählt werden können, müssen sie manuell ausgewählt werden. Wenn beispielsweise mehrere Bestandsverfolgungseinheiten verfügbar sind und eine physische Rückverfolgbarkeit erforderlich ist, können die Bestandsverfolgungseinheiten nicht automatisch ausgewählt werden.

Die Verfügbarkeit der Kommissionierlistenaktivität im Rahmen der Auslagerung und verschiedene Parametereinstellungen im Programm Parameter Bestandsverfolgung (tcitu0100m100) legen fest, wann Sie die Bestandsverfolgungseinheiten manuell auswählen müssen.

Beim Generieren eines Auslagerungsvorschlags ist die manuelle Auswahl der Bestandsverfolgungseinheiten erforderlich, wenn Kommissionierlisten generiert werden oder wenn Kommissionierlisten nicht Teil des Auslagerungsverfahrens sind, wenn die folgenden Einstellungen aktiv sind:

  • Der Parameter Auswahlzeitpunkt für Bestandsverfolgungsverbrauch ist auf Vor der Entnahme gesetzt.
  • Das Kontrollkästchen Kommissionierliste ohne Verbrauch zulässig ist deaktiviert.

Wenn die Kommissionierliste bestätigt oder der Auslagerungsvorschlag freigegeben wird, ist eine manuelle Auswahl der Bestandsverfolgungseinheiten erforderlich, wenn die folgenden Einstellungen aktiv sind:

  • Der Parameter Auswahlzeitpunkt für Bestandsverfolgungsverbrauch ist auf Vor der Entnahme gesetzt und das Kontrollkästchen Kommissionierliste ohne Verbrauch zulässig ist markiert, oder:
  • Der Parameter Auswahlzeitpunkt für Bestandsverfolgungsverbrauch ist auf Bei Bestätigung der Entnahme gesetzt. Die Einstellung des Kontrollkästchens Kommissionierliste ohne Verbrauch zulässig ist in diesem Fall irrelevant.

Die manuelle Auswahl der Bestandsverfolgungseinheit erfolgt im Programm Bestandsverfolgungseinheit - Auswahl (tcitu3600m100). Dieses Programm wird automatisch angezeigt, wenn die Bestandsverfolgungseinheiten nicht manuell ausgewählt werden können.

Aktualisieren der Bestandsverfolgungseinheit

Sie können die Auswahl der Bestandsverfolgungseinheiten aktualisieren, wenn die Kommissionierliste bestätigt wird oder bis die Sendung festgeschrieben wird.

Wenn Bestandsverfolgungseinheiten z. B. bei einem früheren Schritt ausgewählt wurden, seitdem jedoch aufgrund neuer Wareneingänge andere Bestandsverfolgungseinheiten erstellt wurden, muss die Auswahl erneut stattfinden.

Das Auswählen oder Aktualisieren von Bestandsverfolgungseinheiten während der Bestätigung des Entnahmeschritts/der Kommissionierung erfolgt im Auslagerungsvorschlag über die Verbräuche, die mit dem Auslagerungsvorschlag verknüpft sind.

Um während des Schritts "Sendung festschreiben" Bestandsverfolgungseinheiten auszuwählen oder zu aktualisieren, wählen Sie die Option Bestandsverfolgungseinheit - Auswahl im Aktionsmenü des Programms Sendungspositionen (whinh4131m000).

Negativer Bestand

Die Bestandsverfolgungseinheiten werden für den Verbrauch nur ausgewählt, wenn die Bedarfsmenge im Entnahmelager verfügbar ist. Die Menge kann in einer oder mehreren Bestandsverfolgungseinheiten verfügbar sein.

Wenn negativer Bestand nicht unterstützt wird, kann bei nicht ausreichendem Bestand kein Verbrauch generiert und somit keine Entnahme durchgeführt werden.

Wenn negativer Bestand unterstützt wird und die Entnahme von Bestand zu negativem Bestand führen würde, können Sie Bestandsverfolgungseinheiten mit negativen Entnahmemengen erstellen. Weitere Informationen finden Sie unter Negativer Bestand in der Bestandsverfolgung.

Verbräuche von Bestandsverfolgungseinheiten

Nachdem die Bestandsverfolgungseinheiten ausgewählt wurden, erstellt LN den Verbrauch derselben. Ein Bestandsverfolgungsverbrauch zeigt den Auslagerungsvorschlag, für den der Bestand entnommen werden soll, sowie die ausgewählte Bestandsverfolgungseinheit. Die Bestandsverfolgungseinheit wiederum zeigt die Menge an, die wie im Bestandsverfolgungsverbrauch angegeben, verbraucht werden muss.

Die Bestandsverfolgungseinheit wird durch den Bestandsverfolgungsverbrauch auf die tatsächlich verbrauchte Menge aktualisiert, wenn die Waren entnommen werden und der Ist-Bestand im Lager reduziert wird.

Dies geschieht, wenn die Sendung bestätigt wird. Wenn keine Sendungen verwendet werden, z. B. bei Entnahmen für die Produktion, wird diese Aktion ausgeführt, wenn die Kommissionierliste bestätigt wird, oder, wenn keine Kommissionierlisten verwendet werden, nach der Freigabe des Auslagerungsvorschlags.

Bei anderen bestandsverbrauchenden Prozessen sind die Funktionen für die Auswahl der Bestandsverfolgungseinheit identisch.

Verbrauchsdaten werden im Programm Bestandsverfolgungsverbrauch - Daten (tcitu3115m000) angezeigt.

Verbräuche werden auf Basis des zu verbrauchenden Bestandspunkts ausgewählt. Der ausgewählte Bestand zusammen mit der ausgewählten Bestandsverfolgungseinheit führen zu Bestandspunktdaten für den Verbrauch der Bestandsverfolgungseinheit.

Auf Basis dieser Daten kann der Verbrauch bestätigt werden und die Folgeprozesse können aus Sicht der Bestandsverfolgungseinheiten ermitteln, was tatsächlich verbraucht wurde, ohne auf die Bestandsverfolgungseinheiten zuzugreifen.